Herr Wempe, haben Sie überhaupt Helfer vor Ort?
WempeAktuell sieht es bescheiden aus. Wir haben ein paar Leute da, aber es fehlen knapp 15 Helfer für die Spargelernte.
Glauben Sie, dass Sie noch weitere Helfer bekommen?
WempeWir versuchen alles. Es fahren keine Busse mehr, in Ungarn ist die Grenze komplett zu, aber in Österreich geht noch etwas. Wir haben schon Arbeitsverträge nach Rumänien geschickt, damit die Leute vielleicht privat über die Grenze kommen. Vielleicht müssen wir Erntehelfer sogar per Flugzeug holen.
Gibt es diese Probleme mit allen osteuropäischen Ländern?
WempeUnsere Leute aus Polen sagen, dass sie noch kommen, aber da müssen wir abwarten. Im Süden Deutschlands sind polnische Helfer schon wieder nach Hause gefahren, aus Angst vor dem Coronavirus.
Wollen Erntehelfer denn momentan überhaupt nach Deutschland kommen?
WempeUnsere Leute kennen uns seit Jahren, mit denen stehen wir in direktem Kontakt. Die wollen auch gerne arbeiten, kommen jetzt nur einfach nicht nach Deutschland.
Falls Sie jetzt noch genügend Helfer bekommen, wie läuft das mit der Unterbringung? Leben die Menschen da nicht dicht zusammen?
WempeWir haben ausreichend Räumlichkeiten, um Hygienemaßnahmen einzuhalten. Neue Leute können wir getrennt von denen unterbringen, die schon da sind, es gibt auch getrennte Eingänge zu den Räumen. Wir könnten die Neuankömmlinge sogar extra zu den Feldern fahren.
Betrifft das Helferproblem nur den Spargel?
WempeNein. Beim Spargel geht es dieses Jahr früher los als sonst, aber wir müssen bald auch schon Erdbeeren für den Herbst pflanzen, auch da fehlen uns noch Helfer.
Öffnen Sie ihren Hofladen in Neu-Holzkamp überhaupt?
WempeAls Lebensmittelversorger versuchen wir, unseren Laden am 12. April öffnen.
