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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Genau der, den wir brauchen

13.02.2017

Frage: Olivia Jones, Sie waren die erste Drag Queen in einer Bundesversammlung. War die Wahl des neuen Bundespräsidenten für Sie ein ganz besonderer Moment?

Jones: Es ist für mich eine sehr große Ehre. Ich setze mich seit Jahren mit großem Engagement für Toleranz ein. Die Grünen haben mich dafür jetzt belohnt, indem sie mich in die Bundesversammlung geschickt haben. Ich möchte damit auch ein politisches Signal senden. Donald Trump ist zum US-Präsidenten gewählt worden, er steht für Hass gegenüber Schwulen und Lesben und Transsexuellen. Da wäre es auch ein tolles Zeichen, wenn ich zum Präsidenten gewählt werden würde. Ich würde mir das Amt zutrauen. Jedenfalls wünsche ich mir, dass in der nächsten Bundesversammlung noch mehr Drag Queens vertreten sein werden.

Frage: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Sie herzlich begrüßt. Die Regierungschefin hat heute einen leuchtend gelben Blazer getragen, Sie trugen ein knalliges Kostüm in Blau und Orange und silber-glitzernde Krücken. Hat Merkel sich vielleicht von Ihren Outfits inspirieren lassen?

Jones: Das kann gut sein. Ich im Papagei-Look – da hat sich die Kanzlerin gedacht: Mensch, da komm ich als Kanarienvogel! Aber ernsthaft: Ich kenne Angela Merkel schon lang und mag sie gern. Sie hat einen guten Humor. Überhaupt geht es in der Bundesversammlung herzlicher und lustiger zu, als ich das erwartet habe. Es macht mich stolz, dass ich die Wahl des Bundespräsidenten miterleben darf und hautnah dabei bin. Mit meinem eigenen Look möchte ich hier auch einen Farbtupfer setzen. Und wenn ich das große Medieninteresse an meiner Person hier sehe, dann hat es ja wohl funktioniert! Die meisten Delegierten sind ja doch recht bürgerlich gekleidet.

Frage: Auch Sie haben für Frank-Walter Steinmeier gestimmt. Was erwarten Sie von ihm als neuem Staatsoberhaupt?

Jones: Herr Steinmeier tritt ruhig und klug auf, ohne auf klare Botschaften zu verzichten. Er ist der Anti-Trump. Er ist deswegen genau der, den wir jetzt brauchen, der sich als Staatsoberhaupt für Toleranz und Respekt in der Gesellschaft einsetzen wird.

Tobias Schmidt Korrespondentenbüro Berlin
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