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Aktualisiert vor 9 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Holocaust nicht als Marketing-Gag instrumentalisieren

29.03.2019
Frage: Frau Knobloch, die Gruppe Rammstein sorgt mit einem Werbevideo für eine neue Single für Empörung. Die Bandmitglieder sind darin in KZ-Kleidung mit Judenstern und Strick um den Hals an einem Galgen zu sehen. Gehen die Musiker hier deutlich zu weit?
Knobloch: Aus meiner Sicht ja. Natürlich hat Kunst immer gewisse Freiheiten, aber hier wird aus meiner Sicht ganz klar eine Grenze überschritten. Wer den Holocaust und die Millionen Ermordeten als Marketing-Gag instrumentalisiert, der geht zu weit, egal in welchem Rahmen.
Frage: Darf man mit der Shoa PR machen?
Knobloch: Ich erkenne nicht, wie das gehen sollte – und auch nicht, wer so etwas wollen könnte. Satirisch-künstlerische Aufarbeitungen gehen heute oft schon an die Grenze des Zumutbaren, aber den Holocaust für Werbung einzuspannen, ist aus meiner Sicht frivol. Anders kann ich es nicht sagen.
Frage: Sollten Internetplattformen wie Youtube und Musiksender die Band auf den Index setzen?
Knobloch: Das Mindeste, das aus meiner Sicht angebracht wäre, wäre ein Warnhinweis. Grundsätzlich würde ich es begrüßen, wenn solche Verharmlosungen gar nicht erst hochgeladen würden.
Frage: Wird mit solchen Grenzüberschreitungen Antisemitismus hoffähig gemacht?
Knobloch: Nicht jede Geschmacklosigkeit ist gleich Antisemitismus. Was Rammstein im Video zeigt, verharmlost jedoch eindeutig die Schrecken des Holocaust. So eine Trivialisierung schadet am Ende unserer Erinnerungskultur und befördert dann Vorurteile und eine Normalisierung von Antisemitismus.
Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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