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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Inhaltliche Konzepte sind bei Qualität der Betreuung wichtig

29.08.2018
Frage: Die Qualität der Betreuung in Krippen und Kindergärten hängt sehr stark vom Wohnort ab. In Baden-Württemberg kommen auf eine Erzieherin 3,1 Krippenkinder, in Sachsen 6,4 Kinder. Wie erklären sich die immensen Unterschiede?
Dedy: Dafür gibt es vor allen Dingen historische Gründe. Im Osten gab es bereits zu DDR-Zeiten eine gut ausgebaute Kindertagesbetreuung. Beim Ausbau der Angebote in den vergangenen Jahren haben einige Länder bereits den Betreuungsschlüssel verbessert.
Frage: Was muss getan werden, um bei der Personalausstattung noch weiter voranzukommen?
Dedy: Für die Betreuungsqualität kommt es nicht nur auf die Personalausstattung an, sondern auch auf Fortbildungsangebote und inhaltliche Konzepte. Bund und Länder werden mit dem Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz über Standards in den Ländern verhandeln. Wichtig ist, dass regional erfasst wird, welche Verbesserungen sinnvoll sind. Die notwendigen Schritte bei der Qualitätsentwicklung sollten gemeinsam mit den Kommunen festgelegt werden. Um den Betreuungsschlüssel zu verbessern, brauchen wir aber auch zwingend die nötigen Fachkräfte.
Frage: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will bis 2022 5,5 Milliarden Euro in die Kitas investieren. Ein richtiger Schritt?
Dedy: Auf alle Fälle, ja. Damit soll vor allem die Qualität der Betreuung verbessert werden. Bund und Länder haben bereits Qualitätsziele benannt. Wenn die umgesetzt werden sollen, würde das Kosten von weit mehr als zehn Milliarden Euro jährlich verursachen. Dazu muss sich der Bund dauerhaft engagieren, und auch die Länder müssen ihren Beitrag beisteuern. Die Städte erwarten, dass diese zusätzlichen finanziellen Mittel zielgerichtet in die Qualitätsentwicklung vor Ort fließen.
Frage: Mit dem „Gute-Kita-Gesetz“ ab 2019 sollen Kitas schrittweise gebührenfrei werden. Was halten Sie davon?
Dedy: Einige Länder haben bereits kostenfreie Kita-Jahre beschlossen. Wenn das der politische Wille ist, dann ist das in Ordnung. Für die Städte kommt es aber darauf an, dass die öffentlichen Mittel, die für eine Befreiung von Beiträgen eingesetzt werden, nicht beim weiteren Ausbau der Plätze und bei der Verbesserung der Qualität fehlen.
Petra Sorge Korrespondentenbüro Berlin
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