• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Interview: Intensive Landwirtschaft schadet dem Moor

08.07.2013

Frage: Wo haben Sie Ihre Untersuchungen gemacht und was war die Ausgangsfrage?

Hurkuck: Wir haben zwei Jahre lang die Moore des Internationalen Naturparks Bourtanger Moor - Bargerveen an der Grenze zwischen den Niederlanden und Niedersachsen untersucht. Das ist kein Naturschutzgebiet, aber dort gibt es naturnahe Moorflächen, die umgeben sind von intensiver Landwirtschaft und auch noch sehr intensivem Torfabbau. Die Frage war, ob Stickstoffemissionen, die bei der Tierhaltung und dem Düngen der Felder anfallen, tatsächlich einen Effekt auf die unberührten Moorflächen haben.

Frage: Was haben Sie dabei untersucht und welche Resultate gab es?

Hurkuck: Wir haben die Konzentrationen verschiedener Stickstoffverbindungen in der Luft gemessen. Das war hauptsächlich Ammoniak, der aus der Gülle und aus den Ställen stammt. Das Umweltbundesamt gibt für das Bourtanger Moor eine kritische Belastungsgrenze von ungefähr fünf Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr an. Wir haben in den beiden Jahren einen Mittelwert von rund 25 Kilogramm Stickstoff festgestellt. Also liegen wir fünffach über den kritischen Schwellenwert.

Frage: Haben Sie auch die Auswirkungen untersucht?

Hurkuck: Nein, das war nicht Teil der Studie. Aus anderen Untersuchungen kann man aber folgern, dass sich die Pflanzenzusammensetzung auf den Flächen ändern wird. Es werden sich Pflanzen ansiedeln, die besser mit den zu hohen Stickstoffwerten klarkommen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Wirtschafts-Newsletter der Nordwest Mediengruppe erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Frage: Welche Konsequenzen sollten daraus gezogen werden?

Hurkuck: Es gibt viele technische Lösungen, um die Stickstoffbelastung zu verringern. So könnte man etwa die Gülle nicht mehr über Prallteller auf die Felder ausbringen, sondern direkt in den Boden einarbeiten. Weitere Lösungen wären Abdeckungen der Güllelager oder der Einbau besserer Filter in die Stallanlagen. Mit solchen Investitionen würde das generelle strukturelle Problem der Region, nämlich die Konzentration der Tierproduktion, aber wahrscheinlich nicht gelöst. Man würde ihre negativen Umweltwirkungen aber durchaus verringern.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.