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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Bank-Institute müssen sich klar äußern

12.03.2019
Frage: Herr Professor Gerke, Deutsche Bank und Commerzbank denken offenbar über eine Fusion nach. Wäre der Zusammenschluss sinnvoll?
Gerke: Der Druck auf die beiden Institute wächst, sich zu diesem Thema klar zu äußern. Die vielen Gerüchte, die gestreut werden, sorgen für große Unsicherheit. Deshalb muss es eine Entscheidung und ein klares Signal geben. Die Führung der Banken muss entweder solche Pläne eindeutig dementieren oder erklären, dass es ernsthafte Verhandlungen gibt.
Frage: Die Bilanz der beiden Geldhäuser war zuletzt alles andere als gut. Wäre da ein solcher Zusammenschluss überhaupt sinnvoll?
Gerke: Beide Banken wären gut beraten, auf ihre eigene Geschichte zu schauen. Gerade die Commerzbank hat mit der Übernahme der Dresdner Bank schlechte Erfahrungen gemacht. Eine Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank würde noch größere Probleme mit sich bringen. Ich halte das für eine ganz schlechte Idee. Die Geschäftsfelder überlappen extrem stark. Im Zuge von Synergie-Effekten werden wahrscheinlich Zehntausende Mitarbeiter entlassen werden müssen. Das sorgt für Unruhe und demotiviert das Personal. Es wäre auch kaum möglich, die beiden Unternehmenskulturen in Einklang zu bringen. Da wäre es wesentlich geschickter, sich im Markt nach anderen Partnern umzuschauen.
Frage: Eine Fusion wäre am Ende eher ein teures Ablenkungsmanöver?
Gerke: Es wäre im Moment der völlig falsche Weg, einen deutschen Champion zu konstruieren. Beide Seiten sollten vielmehr darauf schauen, wie man die Ertragslage der beiden Institute mit wem in Zukunft am besten verbessern kann.
Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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