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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Das Bewusstsein für Bienen wächst“

23.05.2018

Lange Zeit war die Imkerei eine Beschäftigung, der hauptsächlich ältere Männer nachgingen. Dass diese Tatsache der Vergangenheit angehört, merkt man im Oldenburger Imkerverein schon seit einiger Zeit. Die Imkerkurse des Vereins sind so stark nachgefragt, dass bereits die Anmeldungen für das Jahr 2020 laufen.

Die NWZ hat mit Dörthe Heuer, Vorsitzende des Vereins, gesprochen. Sie weiß, warum Bienen immer mehr Menschen faszinieren.

Frage: Woher kommt das aktuell so große Interesse an Bienen?
Heuer: Das Bewusstsein in der Bevölkerung für Bienen wächst. Viele Menschen sind auf das Bienensterben aufmerksam geworden und haben jetzt das Gefühl, dass man etwas tun muss.
Frage: Was für Leute kommen in die Imker-Kurse, die ihr Verein anbietet?
Heuer: Früher waren das eher Männer, die schon im Rentenalter waren. Heute kommen vermehrt junge Leute, Paare sowie Elternteile mit ihren Kindern in die Kurse. Der Frauenanteil ist nach meinem Empfinden etwas höher als der der Männer.
Frage: Wie ist ein solcher Imker-Kursus aufgebaut?
Heuer: Unsere Imker-Grundschulung besteht aus 12 Terminen, die die Teilnehmer über ein halbes Jahr verteilt absolvieren. Wir starten mit der Theorie im Winter an 7 Vormittagen. Wenn das Grundwissen vorhanden ist, schulen wir in Kleingruppen den praktischen Anteil an den Bienenvölkern. Jeder Teilnehmer legt über die Saison hinweg in allen relevanten Bereichen selbst Hand an und kann dann beurteilen, ob dies ein geeignetes Hobby für ihn ist.
Frage: Müssen die Teilnehmer zum Ende der Ausbildung eine Prüfung ablegen?
Heuer: Es gibt zum Schluss tatsächlich eine kleine Prüfung. Wer besteht, bekommt eine Bescheinigung von uns und darf ab dem Zeitpunkt Honig in Gläser des Deutschen Imkerbundes abfüllen.
Frage: Was kostet die Teilnahme am Grundkurs?
Heuer: Jeder Teilnehmer muss 40 Euro zahlen.
Frage: Ist die Imkerei eine aufwendige Beschäftigung?
Heuer: Die Imkerei ist keine Tätigkeit, die man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Besonders in der Hauptsaison, von April bis Juli, muss man viel Zeit investieren. Ab August wird es wieder entspannter.
Frage: Werden alle Teilnehmer ihrer Grundschulung im Anschluss Imker?
Heuer: Über die Hälfte der Teilnehmer wird schon während des Kurses oder danach Imker mit eigenen Völkern. Aber es ist kein Hobby für jeden, weil die Imkerei zeitaufwendig ist.
Frage: Macht Ihnen das Bienensterben zu schaffen?
Heuer: Das Bienensterben ist ein großes Thema bei uns. Es ist aber auch normal, dass wir zum Beispiel rund 15 Prozent unserer Völker im Winter verlieren. Ein massives, mysteriöses Sterben unserer Bienen haben wir noch nicht beobachten können.
Wolfgang Alexander Meyer
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2003

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