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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Die eigenen Ideen verpacken

29.04.2019
Frage: Wie lange schreibst Du schon Texte und bist bei Poetry Slams dabei?
Hahn: Ich habe 2008 meine ersten Gehversuche in Sachen Texte schreiben gemacht und habe mich dann gegen Ende des Jahres auf die Bühne getraut. Mittlerweile bin ich also tatsächlich schon seit elf Jahren dabei.
Frage: Was begeistert Dich am meisten an dem Genre?
Hahn: Man hat eine ganz direkte Verbindung zum Publikum. Nirgendwo sonst wird so facettenreich sofort ein Text von einem Publikum bewertet. Autoren bekommen Feedback sonst erst nach Wochen oder nie, zumal die Verbreitung eigener Texte so am schnellsten ist.

Poetry Slam in der Begegnungsstätte Lemwerder

Am Freitag, 3. Mai, findet in der Begegnungsstätte Lemwerder ein Poetry Slam statt. Ein Poetry Slam ist eine Mischung aus einer Lesung, Kabarett und Comedy, bei der verschiedene Künstler gegeneinander antreten und ihre Texte dem Publikum vortragen.

Auftreten werden das Team DaM daM, Conni Fauck und Stefan Jaschek – allesamt sind sie erfahrene Poetry-Künstler aus dem Nordwesten.

Zusätzlich werden Schülerinnen und Schüler aus dem neunten Jahrgang des Gymnasiums Lemwerder teilnehmen. Sie haben zuvor ihre Texte in einem Workshop erarbeitet, der von dem Poetry Slammer Sebastian Hahn (siehe Interview) geleitet wurde.

Die Idee stammt von Carlotta Nessen, der FSJlerin der Begegnungsstätte. Sie hat sich die Organisation des Workshops sowie die Durchführung des Dichterwettstreits zur Aufgabe gemacht. Der Leiter der Begegnungsstätte, Timo von den Berg, unterstützt das Projekt ebenfalls.

Beginn ist am Freitag um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 7 Euro (ermäßigt 5 Euro).

    www.begu-lemwerder.de

Frage: Warum denkst Du, dass Poetry Slam in Verbindung mit einem Workshop in Schulen geeignet ist?
Hahn: Geht man von der klassischen Literatur aus, dann haben Schülerinnen und Schüler oft das Problem der fehlenden Anknüpfungspunkte. Themen, die in Dramen oder Kurzgeschichten besprochen werden, sind halt einfach nicht immer zeitgemäß. Sollen Schüler dann eigene Texte verfassen, haben sie oft keine Idee, wie sie anfangen sollen und womit sie anfangen könnten.
Poetry Slam bietet hier die perfekte Möglichkeit, seine eigenen Ideen zu verpacken. Denn: Die Textform ist variabel! Möchte jemand einen prosaischen Text schreiben, ist das erlaubt, ein Gedicht ist erlaubt, ein Rap-Text ist erlaubt. Es gibt keine Einschränkung in Sachen Form und Inhalt. Und genau das fehlt oft im Schulkorsett.
Frage: Warum ist der Poetry Slam Lemwerder eine coole Idee?
Hahn: Auch die Schülerinnen und Schüler haben es verdient, ihren eigenen Slam zu haben, Lemwerder hat es verdient. Es sieht aus, wie der kleine Bruder von Vegesack, ist es aber nicht. Also: „Make Lenwerder great again“.
Frage: Was macht den Poetry Slam zu etwas, das man unbedingt anschauen sollte?
Hahn: Die Vielfältigkeit. Wie erwähnt, hat man einen großartigen und unterhaltsamen Abend, bei dem man mit einem Lächeln nach Hause geht, bei einem nachdenklichen Thema vielleicht mal alles aus einer anderen Richtung begutachtet oder einfach nur ganz entspannt ist, weil man gut unterhalten wurde.
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