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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Interview mit Bundesverkehrsminister: Scheuer: Wir müssen die Ladeinfrastruktur ausbauen

05.12.2020
Frage: Herr Scheuer, der Absatz von Elektroautos boomt. Wo bleiben die notwendigen Ladestationen?

Bayer mit Baustellen

Der frühere CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer (46) aus Passau ist seit März 2018 Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur –

und hat in beiden Bereichen zahlreiche Baustellen.

Scheuer: Durch die Umweltprämie sind inzwischen 500 000 Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs. Es gibt bisher 35 000 öffentliche Ladepunkte. Das muss mehr werden. Wir werden bis Ende 2021 auf 50 000 zusätzliche Lademöglichkeiten kommen. Für unser Förderprogramm für die private Ladeinfrastruktur gab es bereits 80 000 Anträge für rund 100 000 Ladepunkte. Anfang 2021 werden wir ein neues Förderprogramm mit 500 Millionen Euro für die öffentliche Ladestruktur starten. Dazu kommen 350 Millionen Euro für Gewerbetreibende.

Frage: Die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, Hildegard Müller, fordert 2000 neue öffentliche Ladestationen pro Woche…

Scheuer: Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen uns nicht weiter. Wir müssen gemeinsam konzentriert den Ausbau der Ladeinfrastruktur angehen. Die Industrie hat sich verpflichtet, ihren Anteil zu leisten und 15 000 öffentliche Ladesäulen zu errichten. Wir werden mehr als 4 Milliarden Euro in den Ausbau von Ladestationen und Wasserstoff-Tankstellen investieren. Wir brauchen in Deutschland einen guten Mix zwischen privaten Ladesäulen und öffentlich zugänglichen – gerade in den Städten.

Frage: Bis 2030 soll es in Deutschland zehn Millionen Elektroautos geben. Wie wollen Sie das erreichen?

Scheuer: Das ist ein ehrgeiziges, aber realistisches Ziel. Die Hersteller bieten eine immer größere Auswahl von E-Autos an. Dazu kommt die Verschärfung der Klimaziele und der Abgasnormen. Wir werden relativ schnell auf sieben bis zehn Millionen Fahrzeuge kommen. Die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen sich immer mehr mit der Elektromobilität. Einige Produktionslinien sind bereits ausverkauft, und es gibt lange Lieferzeiten. Die Hersteller müssen die Produktion hochfahren und das Angebot ausbauen.

Frage: Wäre es da nicht Zeit, ein Ziel für das Ende des Verbrennermotors festzulegen, wie es andere Länder bereits getan haben?

Scheuer: Wir müssen bei den Antrieben technologieoffen bleiben. Wir brauchen alle Antriebe und sollten die synthetischen Kraftstoffe weiterentwickeln. Da dürfen wir keine Tür zuschlagen. Ein Diesel ohne Erdöl ist möglich. Eine Ein-Antriebsstrategie wäre nicht der richtige Weg.

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Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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