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Live-Blog: Wird Ursula von der Leyen Kommissionspräsidentin?
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Aktualisiert vor 28 Minuten.

Abstimmung Im Eu-Parlament
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„Her mit dem Olexit: Oldenburg muss raus aus der EU“

18.10.2017
Frage: Herr Obst, unter den Sonstigen ist „Die Partei“ bei den letzten zwei Wahlen der Gewinner. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?
Obst: Der wahre Weg geht seinen Weg voran. Wir haben viel getan dafür, zum Beispiel unsere Arbeit in den sozialen Medien gesteigert und gemeinsam mit unserem Kreisvorsitzenden Jan Grimm das in Oldenburg etwas dahindümpelnde Partei-Schiff in Fahrt gebracht.
Frage: Ihnen wird nachgesagt, Sie wären eine Spaßpartei. Susanne Menge von den Grünen, der jetzt zwölf Stimmen fehlen für einen Sitz im Landtag, könnte vermutlich nicht darüber lachen, dass Sie so viele Kreuze abgreifen...

Unter den Kleinen ganz Groß: „Die Partei“

Rüdiger Obst (53) ist stellvertretender Vorsitzender des Oldenburger Kreisverbands von „Die Partei“.

„Die Partei“ wurde 2004 von Redaktions-Mitgliedern des Satire-Magazins „Titanic“ gegründet. Der Name ist ein Akronym und steht für „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“.

Parteivorsitzender ist der Satiriker Martin Sonneborn. Er sitzt seit der Europawahl 2014 für seine Partei im Europäischen Parlament. Auch bei mehreren Kommunalwahlen war „Die Partei“ erfolgreich.

In Oldenburg war „Die Partei“ sowohl bei den Bundestags- als auch bei den Landtagswahlen unter den sogenannten Sonstigen die stärkste Kraft. Bei der Bundestagswahl vor drei Wochen bekam sie 1366 Zweitstimmen (1,37 Prozent), am vergangenen Sonntag 661 Stimmen (0,82 Prozent).

Zu den Forderungen des Kreisverbands zählen ein „Flughafen auf Oldenburger Boden (BOL = Dieter-Bohlen-Flughafen)“, „Kein Alkohol-Verbot sondern Alkohol-Ausschank in der Nord-West-Bahn“ und „Kein Neubau der Huntebrücke – eine Rampe reicht“.

Obst: Jeder ist seines Glückes Schmied. Wenn sie die Leute nicht für sich überzeugen kann, dann hat sie halt Pech gehabt, da weine ich ihr keine Träne nach. Wir bieten ein kritisches Politikverständnis an, das wir über die Ironie und den Sarkasmus einbringen. Das spricht besonders jüngere Menschen unter 30 Jahren an, die dadurch häufig erstmals über Politik nachdenken und diskutieren.
Frage: Was sagt das über unsere Gesellschaft und die etablierte Politik aus?
Obst: Die Leute werden nicht mehr abgeholt. Das ist auch mein Problem mit der Politik, dass ich mich nicht mehr ernst genommen fühle und das über Sarkasmus und Ironie versuche, auszudrücken. Wir machen das aber nicht aus Spaß. Wenn jemand von uns gewählt wird, wie in Wilhelmshaven, wo wir einen Vertreter im Stadtrat haben, macht der auch normale und vernünftige Politik.
Frage: Sie hatten in Oldenburg auch einen Infostand im Wahlkampf. Wie war die Reaktion der Bürger auf ihre Forderungen?
Obst: Die Menschen sind uns durchaus positiv begegnet, und zwar nicht nur die jüngeren. Auch Ältere fanden es gut, dass wir auf diese Weise Aufmerksamkeit erregen und auf Defizite hinweisen.
Frage: Wie bewerten Sie nun das Verhalten der Etablierten nach den Wahlen? Die einen wollen nicht mit den anderen, die anderen nicht mit den einen reden. Realsatire?
Obst: Es ist selbst für uns schwierig, das zu toppen. Wenn man sich von der AfD abgrenzt, ist das okay, aber ansonsten sollten die anderen Parteien zumindest versuchen, miteinander zu reden und sich nicht sofort verweigern. Alles andere fördert die Politikverdrossenheit.
Frage: Unter den kleinen Parteien waren Sie jetzt die erfolgreichsten in Oldenburg. Bei Kommunalwahlen sind die Hürden niedriger. Haben Sie bei der nächsten Wahl einen Sitz im Rat im Auge?
Obst: Den streben wir an. Unser Vorsitzender Jan Grimm hat auf jeden Fall Lust, sich dort zu engagieren.
Frage: Was sind Ihre Ziele hier in der Stadt?
Obst: Natürlich der Olexit, also Oldenburg raus aus der EU. Und einen Flughafen wollen wir auch haben, der vor dem BER in Berlin fertig wird. Aber da ist ja keine Kunst.
Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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