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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Interview: Spitzenposition ist das Ziel

20.05.2019

Frage: Dr. Hemken, was macht einen modernen Kurort aus?

Hemken: Es sollte was los sein. Man sollte dort Menschen finden – einerseits Gäste, aber auch die, die dort wohnen und sich wohlfühlen. Dazu gehört beispielsweise ein attraktives Veranstaltungs- und Freizeitangebot. Moderne Kurorte sollten darüber hinaus die Vorzüge eines prädikatisierten Heilbades nutzen. In Bad Zwischenahn ist die Shopping-Meile mit den Sonntagsöffnungen ein Besuchermagnet. Wichtig ist zudem eine gute Infrastruktur mit intakten Straßen und funktionierenden Gesundheitseinrichtungen. Auch das Stichwort Barrierefreiheit gehört dazu. Insgesamt sollte ein moderner Kurort immer in Bewegung bleiben und innovative Ansätze auch im Bereich der Digitalisierung weiterdenken und umsetzen.

Frage: Wo hat Bad Zwischenahn seine Stärken?

Hemken: Bad Zwischenahn bietet eine perfekte Kombination aus Freizeit- und Gesundheitstourismus. Für viele Urlauber ist dies ein wichtiges Kriterium bei der Urlaubsplanung. Das „Bad“ impliziert Ruhe, Erholung, Natur als entscheidende Erfolgsfaktoren, gepaart mit einem umfangreichen Angebot an kulturellen und sportlichen Veranstaltungen. Diese Vorstellung wird in Bad Zwischenahn mehr als erfüllt. Unsere Übernachtungszahlen stiegen in den letzten Jahren überproportional im Vergleich zu Niedersachsen und Deutschland. Auch die Zahl von circa 4,2 Millionen Tagesgästen pro Jahr spricht für sich. Unser Ziel ist es, auch im Bereich ‚Gesunder Urlaub‘ eine Spitzenposition in Deutschland einzunehmen. Mit dem Angebot im Reha-Zentrum am Meer sind wir ein Magnet in der gesamten Metropolregion Oldenburg-Bremen, sowohl orthopädisch, onkologisch als auch in Zukunft mit dem Multimodalen Schmerzzentrum. Mit dem, was wir in Bad Zwischenahn zu bieten haben, sind wir in Niedersachsen gemeinsam mit den Nordsee-Inseln ganz vorne mit dabei. Auf dem niedersächsischen Festland würde ich Bad Zwischenahn sogar eine absolute Alleinstellungsposition anerkennen. Das lässt sich auch daran messen, dass der ein oder andere Insulaner im Ruhestand gerne bei uns in Bad Zwischenahn seine neue Heimat sucht.

Frage: Und was kann noch verbessert werden?

Hemken: Insbesondere in der verkehrlichen Infrastruktur gibt es Handlungsbedarf. Da sind die Kurbetriebsgesellschaft und die Touristik gemeinsam mit der Politik bereits aktiv, um Lösungsmöglichkeiten zu schaffen und Maßnahmen zu ergreifen. Den Herausforderungen, besonders am Wochenende, müssen wir uns stellen. Verkehrlich angebunden ist Bad Zwischenahn aber hervorragend. Wir sind nahe an der Autobahn, aber weit genug weg, um negative Auswirkungen nicht zu spüren. Dazu die halbstündige Bahnanbindung Richtung Oldenburg und Bremen – und selbst aus der Luft ist man über Bremen oder mit dem Privatflieger über Westerstede-Felde relativ schnell hier.

Frage: Wie profitieren die Einwohner von Bad Zwischenahn eigentlich vom Titel „Bad“?

Hemken: Ein Kurort muss Voraussetzungen erfüllen, die im Begriffsbestimmungskatalog des Deutschen Heilbäderverbandes festgelegt sind. Unseren Titel hätten wir 2018 nicht wieder bekommen, wenn wir nicht die Einrichtungen auf dem neuesten Stand hätten. Von vielen Einrichtungen, die man haben muss, um „Bad“ zu sein, profitiert in hohem Maße auch die Bevölkerung. Wenn man mal durch den Kurpark geht, sieht man, dass der auch ganz stark von den Einheimischen genutzt wird. Diese Infrastruktur und das gesamte Programm-Angebot wären ohne den Titel „Bad“ nicht da.

Frage: Sie sind seit einigen Tagen nicht nur Kurdirektor sondern auch Vorsitzender des Heilbäderverbandes Niedersachsen. Fließen jetzt alle Initiativen und Gelder nach Bad Zwischenahn?

Hemken: Ich bin ja nicht komplett neu, sondern bereits im fünften Jahr im Vorstand mit dabei. Natürlich haben wir immer darauf geachtet, dass wir von den Ideen, die wir dort eingebracht haben, auch profitieren. Zum Beispiel bei der Entwicklung von Präventionsangeboten im Gesundheits-Tourismus, die wir in den letzten Jahren stark ausgebaut haben. Da wollen wir auch in Zukunft an der Spitze der Bewegung bleiben. Was da dran hängt, ist noch gar nicht zu ermessen. Wie wir unser kurörtliches Heilmittel Moor mit modernem Gesundheitstourismus kreuzen und damit neue gewinnbringende Angebote machen, haben wir bei unserem Achtsamkeitsseminar im Moor gezeigt. Hier war auch die Miss Germany 50plus, Evelyn Reißmann, unser Gast.

Frage: Was ist Ihr persönlicher Höhepunkt im Jubiläumsjahr?

Hemken: Der Auftakt ist gelungen und auch die ersten Projekte zum Jubiläumsjahr sind sehr erfolgreich gestartet. Persönlich freue ich mich am 19. Mai auf die Längste Frühstücksmeile am Meer. Das ist schon etwas ganz besonderes. Ein tolles Highlight wird auch der Meertag der DLRG am 10. August. Aber auch an die Mooraktionstage in den nächsten Monaten, das Rügenwalder Mühlenspektakel im Juni und den Kurball im November werden wir uns noch lange zurückerinnern.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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