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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Jede Klangfarbe von besonderer Charakteristik“

13.03.2019
Frage: War die Zeit Arp Schnitgers (1648-1719) eine besondere Epoche für den Orgelbau?
Ahlrichs: Die Zeit war insofern vielleicht besonders, da der Orgelbau in die Dörfer gekommen ist. Generell gilt die Zeit wohl als die Blüte des norddeutschen Orgelbaus.
Frage: Wie lange brauchte er für den Bau einer Orgel?
Ahlrichs: Dies hängt ganz von der Größe des Instrumentes ab. Unsere Orgel hat er in ungefähr einem halben Jahr erbaut, für andere Orgeln brauchte er bis zu fünf Jahre.
Frage: Gab es in der Kirche vorher schon eine Orgel?
Ahlrichs: Das wissen wir nicht so genau, aber wahrscheinlich nicht. Der erste Organist, Gabriel Luther, wird seit 1678 in den Kirchenbüchern geführt, aber zunächst nur als Küster, erst ab 1699 als Küster und Organist.
Frage: Welche Kirchenmusik gab es überhaupt?
Ahlrichs: Es wurde gesungen.
Frage: Was macht die Schnitger-Orgeln so besonders?
Ahlrichs: Sie sind allesamt klanglich herausragend. Jede einzelne Klangfarbe ist von großer Charakteristik und Eigenständigkeit, trotzdem verschmelzen sie perfekt miteinander. Selbst kleinere Instrumente, so wie die Orgel in Ganderkesee, glänzen durch einen unglaublichen Farbenreichtum.
Frage: Warum fand der Festakt in Ganderkesee statt?
Ahlrichs: Einmal sicherlich aus praktischen Erwägungen, Ganderkesee liegt ziemlich zentral in Niedersachsen und hat eine Schnitger-Orgel. Zum anderen wohl auch, das hoffe ich zumindest ein bisschen, weil wir in den letzten Jahren durch unser musikalisches Programm auf uns aufmerksam machen konnten.
Frage: Ist es für Sie besonders, auf der Orgel zu spielen?
Ahlrichs: Ich sehe es als Ehre und Verpflichtung. Außerdem bin ich sehr dankbar, weil ich in den vergangenen vier Jahren unglaublich viel von dem Instrument lernen konnte.
Frage: Hat die alte Orgel vielleicht auch Eigenheiten?
Ahlrichs: Wichtig ist, Offenheit mitzubringen und genau zuzuhören. Dann kann man mit diesen historischen Instrumenten wunderbare Musik machen. Wenn man mit der Einstellung an diese Orgeln kommt, dass alles so gehen muss wie immer oder man nicht bereit ist, gewohnte Pfade zu verlassen, wird man nicht weit kommen. Natürlich bieten solche alten Orgeln Beschränkungen, aber mit diesen kann man kreativ umgehen. Und man muss einfach die richtige Literatur auf ihnen spielen.
Antje Rickmeier Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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