Reaktionen auf die vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachte Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) kamen überwiegend aus der Windbranche, die recht zufrieden ist. Auch für die Biogasbranche ist eine Deckelung beim weiteren Ausbau vorgesehen. Wie beurteilen Sie dies?

FischerDie Deckelung ist irrelevant. Mit den vorgesehenen Vergütungssätzen wird es in Deutschland keinen Neubau von Biogasanlagen geben. Darüber hinaus gibt es weiterhin massive Angriffe auf den Bestandsschutz. Wie die Regierung das mit Ihren Aussagen, dem Koalitionsvertrag und – am allerwichtigsten – mit der Verfassung in Einklang bringen will, ist mir ein Rätsel. Die Ausstrahlungen auf den Investitionsstandort Deutschland sind meines Erachtens unverantwortlich.

Was hat das für Konsequenzen für die Unternehmensentwicklung?

FischerMit den jetzt avisierten Regeln wird es in Deutschland keinen Markt für den Neubau von Biogasanlagen geben. Das geplante EEG hat weitreichende Folgen für uns: Es führt zum Stopp hocheffizienter Weiterentwicklungen im Bereich Forschung und Entwicklung und der Abwanderung wertvollen Know-hows. Die nun vom Bundeskabinett abgesegneten Angriffe auf den Bestands- und Vertrauensschutz werden darüber hinaus, wie bereits oben erwähnt, eine Strahlwirkung auf den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland haben.

Dennoch fühlen wir uns gewappnet und sind dank Auslandsgeschäft, Eigenbetrieb und einem breiten Portfolio im Bereich Service, Repowering und Direktvermarktung gut aufgestellt.

Wie wird 2014 für das Unternehmen?

FischerIntern haben wir unsere Strukturen dem rauen Wind, der da weht, angepasst und schauen daher optimistisch in die Zukunft – unser stetiges Wachstum im Ausland, vor allem in Asien, Großbritannien, Frankreich und den USA, sowie die weitere Fokussierung auf unser Bestandsgeschäft, aber auch die positiven Zahlen aus Service und Eigenbetrieb geben uns allen Grund dazu.

Und eine Dividende?

FischerÜber eine Dividende wird dann die Hauptversammlung entscheiden. Der Vorstand wird dazu im Jahresabschluss 2013 einen Vorschlag machen. Der Jahresabschluss wird Ende des Monats veröffentlicht.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)