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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Kohlendioxid trägt am meisten zur Erderwärmung bei“

28.09.2013

Frage: Nach Angaben des Weltklimaberichtes war die Temperatur zwischen den Jahren 950 und 1250 mancherorts zeitweise so hoch wie heute. Können Klimaskeptiker nun jubeln?

Luterbacher: Diese Daten bedeuten nicht, dass der gesamte rund 300-jährige Zeitraum wärmer gewesen ist als heute. Die zum Teil unterschiedlich warmen Phasen innerhalb des Mittelalters sind nicht gleichmäßig über die Jahreszeiten und Regionen verteilt. Das ist bei der aktuellen Erwärmung anders.

Frage: Wie viele Regionen waren denn betroffen?

Luterbacher: Die ähnlich warmen oder zum Teil etwas wärmeren Perioden findet man in Europa, Teilen Asiens, Nordamerikas und der Arktis sowie in der Antarktis. Allerdings sind diese Perioden unterschiedlich lang sowie nicht synchron über die Regionen und Jahreszeiten verteilt. Im südlichen Südamerika sowie Austral-Asien zeigen sich wärmere Perioden etwas später als auf der Nordhemisphäre, circa 1160 bis 1370. In vielen anderen Gebieten ist eine Aussage nicht möglich, da die Datengrundlage zu schlecht ist.

Frage: Wie hoch war die Durchschnittstemperatur der Erde?

Luterbacher: Die Durchschnittstemperatur der Erde um das Jahr 1000 ist nicht bekannt, da für viele Regionen, vor allem Arktis, nördliches Asien, Afrika, Teile von Südamerika, Tropen, südliche Hemisphäre und die Ozeane die Datenlage zu spärlich ist. Zudem liegen für die meisten Regionen zu wenige oder keine Informationen für alle Jahreszeiten vor.

Frage: Kann man aus diesen Warmphasen schließen, dass das Kohlendioxid doch keinen so großen Einfluss auf die Temperaturentwicklung hat – wie es Klimaskeptiker ja tun?

Luterbacher: Nein, die aktuelle Erwärmung umfasst praktisch alle Gebiete der Erde und alle Jahreszeiten. Zu einem sehr großen Anteil sind dafür die menschgemachten Treibhausgase verantwortlich. Die menschgemachte, fortwährende Anreicherung der Erdatmosphäre mit Treibhausgasen, welche etwa durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe, durch weltumfassende Entwaldung, Land- und Viehwirtschaft entstehen, erhöhen das Rückhaltevermögen für infrarote Wärmestrahlung. Dabei trägt laut Modellrechnungen Kohlenstoffdioxid am meisten zur Erwärmung bei.

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