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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Krankenhäuser müssen kooperieren

23.06.2014
Frage: Frau Biester, Sie sind nach mehr als 30 Jahren aus der CDU ausgetreten und haben Ihr Wilhelmshavener Ratsmandat niedergelegt, weil Ihre kritischen Fragen zu einer geplanten Krankenhausfusion nicht gewünscht seien. Gehört das Nachfragen nicht mehr zur Politik?
Biester: Nach meiner Vorstellung schon. Ich halte es sogar für meine Pflicht, als Mitglied des Aufsichtsrates und stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung auf offene Fragen und Ungereimtheiten hinzuweisen, wenn es um so wichtige Themen wie die Krankenhausversorgung einer Region geht.
Frage: Was läuft denn falsch bei der geplanten Krankenhausfusion in Wilhelmshaven?
Biester: Die Fusion an sich ist durchaus richtig und notwendig. Das Problem ist, dass ein solches Vorhaben ordentlich geplant werden muss, damit es nicht in einem Desaster endet. Wenn nicht sorgfältig gearbeitet wird, kann ein solches Projekt enden wie der Berliner Flughafen.
Frage: Woran mangelt es denn bei der aktuellen Planung?
Biester: Beispielsweise müssten Gespräche mit dem Krankenhaus Sanderbusch im benachbarten Sande geführt werden, das streng genommen Teil einer vernünftigen Fusion sein müsste. Zumindest muss es eine geordnete Kooperation zwischen dem fusionierten Wilhelmshavener Krankenhaus und dem Haus in Sande geben. Nur dann wird das Land Niedersachsen den geplanten Neubau in Wilhelmshaven unterstützen. Wer glaubt, Sanderbusch könne nach einer Fusion plattgemacht werden, irrt gewaltig.
Frage: Und konnten Sie diese Fragen nicht innerhalb der Fraktion oder des Rates diskutieren?
Biester: Leider nein. Hier ist eine Situation entstanden, in der nicht mehr diskutiert wird, sondern nur noch Vorgaben des Oberbürgermeisters und der Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD abgenickt werden.

Ursula Biester(64), CDU-Ratsfrau in Wilhelmshaven, ist nach mehr als 30 Jahren aus der CDU ausgetreten und hat ihr Ratsmandat niedergelegt. Grund für den Rückzug sind Querelen um die geplante Fusion der beiden Wilhelmshavener Krankenhäuser.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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