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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Kultur wichtiger Faktor des Wirtschaftsstandortes

14.10.2014
NWZonline.de NWZonline 2015-07-21T18:09:47Z 280 158

Interview:
Kultur wichtiger Faktor des Wirtschaftsstandortes

Michael Waskönig (61),geschäftsführender Gesellschafter beim Kabelhesteller Waskönig + Walter (Ramsloh) und Vorsitzender der Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen, über die Stiftungsarbeit.Michael Waskönig (61),geschäftsführender Gesellschafter beim Kabelhesteller Waskönig + Walter (Ramsloh) und Vorsitzender der Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen, über die Stiftungsarbeit.

Frage: Herr Waskönig, der Arbeitgeberverband Nord-West-Metall ist vor einigen Jahren im Verband Nordmetall in Hamburg aufgegangen. Die Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen gibt es in Oldenburg aber weiterhin. Warum eigentlich?

Waskönig: Das Stiftungsvermögen wurde einst von der Wirtschaft hier in der Region erarbeitet. Deshalb meinen wir, dass es nicht einfach in einer größeren, anonymeren Masse aufgehen, sondern Projekten hier vor Ort zufließen sollte. Bei Förderungen kooperieren wir aber natürlich öfter mit der viel größeren Nordmetall-Stiftung.

Frage: Wie groß ist eigentlich das Stiftungsvermögen – und kann man damit angesichts der Niedrigzinsen nicht immer weniger anfangen?

Waskönig: In der Tat, das ist ein ernstes Problem. Der jährliche Etat aus den Erträgen des Kapitalstocks von neun Millionen Euro schrumpft angesichts sinkender Zinseinnahmen schon seit einigen Jahren, von etwa 300 000 Euro auf rund 200 000 Euro.

Frage: Wie verändert sich die Förderpolitik?

Waskönig: Wir konzentrieren die zur Verfügung stehenden Mittel tendenziell mehr auf die langfristig angelegten Projekte wie etwa Stipendienprogramme in Bildung und Wissenschaft oder aufwendigere Kulturvorhaben. 1000 Euro mal hier und mal da – das wird weniger.

Frage: Warum fördert die Stiftung der Metallindustrie auch Kulturprojekte – und kann das so bleiben?

Waskönig: Die Kultur ist wichtiger Bestandteil des Charakters unserer Region, ein bedeutender Teil des Ganzen, auch des Wirtschaftsstandortes. Deshalb bleibt das ein Standbein unserer Förderpolitik. Aber vielleicht mit etwas weniger Schaum. Hier bestehen aber auch gute Möglichkeiten der Kooperation mit unserem großen Partner Nordmetall-Stiftung.

Frage: Was waren zuletzt herausragende Förderobjekte in der Kultur?

Waskönig: Nur drei Beispiele: Das Mahagonny-Festival in Bremen für Zielgruppen, die sonst nicht so oft im Theater zu finden sind und der Frage, wie wir künftig leben wollen; oder etwa die Förderungen der Restaurierung der Christian-Vater-Orgel in der St. Johannes-Kirche in Wiefelstede und der historischen Denkmalorgel in der Großen Kirche Leer. Darüber hinaus unterstützen Nordmetall und seine Stiftungen diverse Konzerte, teils im Rahmen des Musikfestes Bremen in der ganzen Region.


 Kontakt zur Stiftung:    www.stiftung-nordwest.de