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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Kulturhaus: Gauß-Freunde zwischen Lust und Frust

13.04.2018
Frage: 2016 wurde aus der lange verwaisten ehemaligen Gaststätte Störtebeker das Kulturhaus am Wattenmeer. Nun geht es in die dritte Saison. Wie fällt Ihre bisherige Bilanz aus? Ist noch Luft nach oben?

Michael Remmers: Luft nach oben gibt es immer. Aber unterm Strich fällt die Bilanz positiv aus. Vor allem sind wir sehr zufrieden mit der Resonanz von Gruppen; da haben sich viel mehr angemeldet als wir kalkuliert hatten. Die Gruppen werden durch Mundpropaganda und durchs Internet auf uns aufmerksam.

Frage: Einzelgäste dürften es aber gerne noch ein paar mehr werden?

Michael Remmers: Nicht nur dürfen, sondern müssen. Wir wollen hier ein schönes Haus etablieren, und da ist es einfach notwendig, dass man auch die entsprechende Unterstützung bekommt.

Frage: Das klingt ein bisschen nach Kritik. An wen ist die gerichtet?

Michael Remmers: Wir haben viele Gäste aus dem Umland und auch etliche Stammkunden aus Nordenham. Nur die Butjenter halten sich zurück. Das erstaunt uns schon.

Frage: Das Verhältnis ausgerechnet zu manchen Langwardern scheint ein wenig angespannt zu sein.

Michael Remmers: Das ist richtig, aber es ist völlig unbegründet. Beim Langwarder Goosmart war im vergangenen Jahr mehr los als in den Jahren davor. Das lag nicht unwesentlich daran, dass wir auch Programm angeboten hatten. Das hat aber leider für Unfrieden bis hin zu bösen Beschimpfungen gesorgt...

Magdalena Remmers: ...was wir überhaupt nicht verstanden haben und worüber wir auch enttäuscht waren. Wir sind doch nicht hier, um jemandem Konkurrenz zu machen, sondern um den Ort Langwarden zu bereichern. Da würden wir uns einfach auch über ein bisschen mehr Wertschätzung freuen.

Michael Remmers: Fest steht, dass alle, die bei uns auf dem Floh- und Kreativmarkt waren, auch noch zum Goosmart gegangen sind. Wir glauben, dass sich die Veranstaltungen gut ergänzen und es nur sinnvoll ist, den Goosmart gemeinsam zu einem schönen Tag zu machen. Deshalb werden wir auch dieses Jahr wieder etwas veranstalten.

Frage: Was ist noch alles geplant in diesem Jahr?

Michael Remmers: Am 28. April findet der dritte Gauß-Tag mit Kurzvorträgen, Musik und Unterhaltung statt. Am Abend soll dann ein Förderverein gegründet werden, der nicht nur Mitgliedsbeiträge und Sponsorengelder einnehmen, sondern uns auch in die Lage versetzen wird, Förderanträge zu stellen.

Frage: Hat das Kind schon einen Namen?

Michael Remmers: Ja, der Förderverein wird Gauß-Freunde Nord heißen.

Frage: Welche Projekte im Haus sollen die Gauß-Freunde finanzieren helfen?

Michael Remmers: Wir möchten eine Bibliothek zu den Themen Kartographie und Carl Friedrich Gauß einrichten, außerdem einen Seminarraum fertigstellen. Und es soll auch draußen etwas passieren. Wir haben alte Bilder aus der Zeit nach dem ersten Weltkrieg bekommen, die zeigen, dass es hinterm Haus einen kleinen Park gab, der damals als Lustgarten bezeichnet wurde. Den möchten wir gerne wieder herrichten.

Frage: Ein Highlight soll eine Ausstellung zur Weihnachtsflut des Jahres 1717 werden, die am 19. April eröffnet wird.

Michael Remmers: Die Ausstellung war schon in Dangast zu sehen und hat dort in sechs Wochen 5000 Menschen angelockt. Jetzt kommt sie – um drei Tafeln, die speziell von Butjadingen handeln, erweitert – nach Langwarden.

Frage: Wie läuft es mit den Räumen, die Künstler anmieten können, um dort zu arbeiten oder auszustellen?

Michael Remmers: Einen Raum nutzt fest nach wie vor Sabrina Pacher, mit der wir auch das Kunstpfähle-Projekt initiiert hatten. Die anderen Räume wurden sporadisch genutzt, sind aber nicht fest vermietet. Wir stellen sie gerne zur Verfügung – auch für Besprechungen oder für Vereine, die sich hier treffen wollen. Das Haus steht allen Interessierten offen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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