• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
Mehrere Fahrzeuge verunglückt – A1 voll gesperrt
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 1 Minute.

Unfall Bei Groß Ippener
Mehrere Fahrzeuge verunglückt – A1 voll gesperrt

NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Popsongs für die Blumenwiese

28.07.2018
Frage: Ihr spielt das letzte Konzert des Oldenburger Kultursommers – verbindet ihr irgendetwas mit der Stadt?
Wilking: Ich verbinde Oldenburg mit Max (Red.: Max Schröder ist Schlagzeuger der Band), weil der aus Oldenburg kommt.
Krämer: Und ich verbinde es ein bisschen mit dem Watt-en-Schlick-Festival – da waren wir schon zweimal. Und einmal im Kurhaus Dangast.
Frage: Da ist es ja eher familiär. Zum Kultursommer in diesem Jahr kamen auch schonmal 8000 Menschen an einem Abend. Funktioniert eure eher nachdenkliche Musik überhaupt bei strahlendem Sonnenschein und vor so einer Kulisse?
Wilking: Das kann man eigentlich jede Band fragen. Ich glaube, die Rolling Stones funktionieren auch nicht im Olympia-Stadion.
Frage: Nicht?
Wilking: Die würden bestimmt auch lieber in kleineren Clubs spielen. Da gibt es halt eine Diskrepanz zwischen der idealen Größe für die Musik und der idealen Größe für die Musiker, damit sie gut leben können. Vielleicht ist unsere Musik am schönsten auf einer Blumenwiese und mit Menschen, die einfach zufällig dazukommen.
Frage: Da ist Oldenburg aber relativ dicht dran...
Krämer: An der Blumenwiese?
Frage: Nein, aber es werden viele Menschen eher zufällig dazukommen. Wie würdet ihr für diese Menschen eure Musik beschreiben?
Krämer: Pop mit zu viel Text.
Wilking: Auf Deutsch und zwei Typen singen.
Frage: Das klingt aber eher sachlich...
Krämer: Das liegt vor allem daran, dass wir nicht dafür zuständig sind, uns Schubladen auszudenken. Das ist eigentlich ein Journalistenjob. Also musst du dir die Schublade ausdenken, und wir sagen, ob wir da rein passen.
Wilking: Zur Not denkt man sich einfach ein Wort aus und hängt dann Pop hinten dran.
Frage: Ich konnte bislang nicht eine schlechte Kritik zu euren Alben finden, wird man da nicht irgendwann übermütig?
Krämer: Nein. Das macht nicht viel mit einem, weil man vor allem selbst zufrieden sein muss mit dem, was man macht. Und man selbst hadert oft genau mit dem, was andere gut finden.
Wilking: Ich glaube auch, dass Musiker komische Wesen sind. Wenn jemand einen gut findet, dann findet man ganz schnell, dass er die falschen Sachen an einem gut findet.
Frage: Wenn euch die positive Kritik nicht kümmert, könnt ihr dann mit schlechter umgehen?
Wilking: Überhaupt nicht.
Krämer: Doch, weil wir so lange an unseren Sachen rumfummeln, bis wir selbst damit zufrieden sind. Und wenn wir im kleinen Kreis zusammen sitzen, finden wir ohnehin eher negative Sachen. Bei uns ist eigentlich immer alles negativ.
Wilking: Außerdem haben wir auch schon negative Kritiken gehört. Zum Beispiel, dass Moritz beim Singen die Kartoffel aus dem Mund nehmen sollte.
Krämer: Das ist aber keine neue Kritik.
Wilking: Stimmt. Das macht es ja aber auch spannend: Nimmt Moritz beim nächsten Album die Kartoffel aus dem Mund oder lässt er sie drin? Da sollte man auf jeden Fall dran bleiben.
Frage: Habt ihr denn gute Argumente, warum die Oldenburger am Sonntag zu eurem Konzert auf dem Schlossplatz kommen sollten? Mal abgesehen davon, dass es umsonst und draußen ist.
Wilking: Da hast du uns gerade ein starkes Argument weggenommen. Aber wir haben zwei, drei neue Songs dabei, die wir noch nicht gespielt haben.
Krämer: Da wir noch nie in Oldenburg waren, kennen die Oldenburger ja auch die ganzen alten Songs noch nicht. Aber auch wenn niemand kommt, sind wir da!
Robert Otto-Moog
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2111

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.