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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Laserscanner vermessen heute sogar schon Tatorte“

06.02.2019
Frage: Herr Luhmann, wo wird die optische dreidimensionale Messtechnik heute bereits angewandt?
Luhmann: Überall, wo Kameras und Scanner eingesetzt werden, zum Beispiel in der industriellen Qualitätsprüfung, bei autonomen Fahrzeugen, in der Medizin, bei der Dokumentation des kulturellen Erbes, um nur wenige Beispiele zu nennen. Sogar im „Tatort“ tauchen heute Laserscanner auf, um einen Tatort zu vermessen.
Frage: Kann wirklich jedes Objekt erfasst werden?
Luhmann: Im Prinzip ja, das Spektrum reicht heute von der 3D-Modellierung von Insekten bis zur Erfassung ganzer Planeten oder von der Messung starrer Objekte bis zur Aufnahme mit High-speedkameras.
Frage: Wo gibt es (noch) Grenzen?
Luhmann: Grenzen liegen immer dort, wo die äußeren Bedingungen schwierig sind, zum Beispiel unter Wasser oder bei ungenügenden Lichtbedingungen.
Frage: Wie sieht das künftige Anwendungsspektrum aus?
Luhmann: Das Anwendungsspektrum wird vermutlich weiter wachsen, da immer mehr Aufgaben auch von nicht spezialisierten Fachleuten bewältigt werden können.
Frage: Gibt es ein dringendes Ziel?
Luhmann: Das dringende Ziel ist die Verarbeitung riesiger Datenmengen, denn wir können in Sekundenschnelle digitalisieren, benötigen aber oft Tage für die Gewinnung tatsächlich benötigter Informationen.
Frage: Was sind aktuelle Forschungsprojekte?
Luhmann: Bei uns am Institut befassen wir uns derzeit unter anderem mit Aufgaben der Unterwassermesstechnik, mit autonomen Systemen, der Deformationsanalyse von Windenergieanlagen und der Erfassung von medizinischen Oberflächen während der Operation.
Frage: Wie wird die Forschung von der Digitalisierung beeinflusst?
Luhmann: In unserem Bereich ist es seit mehr als 30 Jahren eher umgekehrt. Wir entwickeln seit Langem Verfahren der Digitalisierung, daher ist das Thema nicht neu. Zukünftig wird es vor allem darum gehen, Daten intelligent auszuwerten, etwa durch maschinelles Lernen. Natürlich hoffe ich, dass Land und Bund hier auch entsprechende Förderprogramme einrichten, an denen wir auch als anwendungsorientierte Hochschule teilhaben können.

Prof. Dr. Thomas Luhmann (61) ist der geschäftsführende Direktor des Instituts für Angewandte Photogrammetrie und Geoinformatik (IAPG) an der Jade Hochschule. An diesem Mittwoch und Donnerstag finden an der Hochschule die 3D-Tage statt, zu der rund 200 Experten erwartet werden.


 Infos unter   iapg.jade-hs.de/ 
Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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