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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Die 13 könnte zur Glückszahl werden“

27.11.2018
Frage: Herr Wolf, haben Sie einen Lieblingskrimi?
Klaus-Peter Wolf: Bei meinen eigenen Büchern ist es immer das, an dem ich gerade schreibe. Wobei im Augenblick „Ostfriesen-Blut“ mein Liebling ist, weil ich gerade erst von der Verfilmung den Feinschnitt gesehen habe.
Frage: Schauen Sie den Film dennoch im Fernsehen an?
Wolf: Ja, natürlich. Ich habe ihn zwar schon Hunderte Male gesehen – angefangen vom Rohschnitt bis hin zum Feinschnitt.
Frage: Sind sie bei den Dreharbeiten involviert?
Wolf: Ja, ich habe einen Beratervertrag mit der Filmfirma und ich diskutiere mit den Schauspielern ihre Rollen. Auch mit den Drehbuchautoren tausche ich mich immer aus und berate sie. So habe ich das große Glück, dass ich meine Figuren und meine Geschichten wiederfinde. Die Filmproduktion hat mich sehr glücklich gemacht mit dem Ergebnis. Wir haben jetzt auch einen Vorspann produziert – meine Frau Bettina Göschl summt diesen. Der Vorspann wird künftig vor jedem Film gezeigt, so hat man einen Wiedererkennungswert.
Frage: Am 20. Februar 2019 erscheint Ihr neuer Krimi „Ostfriesen-Nacht“. Fiebern Sie dem Tag entgegen?
Wolf: Auf jeden Fall. Und auch viele Fans tun das. Ich war gerade erst auf einer Tournee, und überall warten die Fans wirklich darauf.
Frage: Wie lange hat das Schreiben gedauert?
Wolf: Von der Grundidee bis zum fertigen Buch habe ich fünf Monate gebraucht. Ich war auf einer langen Tournee, bin fast jeden Abend zusammen mit meiner Frau aufgetreten. Ich habe unterwegs in Zügen geschrieben, in Hotelzimmern, in Cafés. Oft habe ich auch nach den Auftritten weitergeschrieben. Man ist ohnehin noch aufgeladen mit Adrenalin – und diese Energie habe ich dann genutzt, um noch ein paar Seiten zu schreiben.
Frage: Worauf können sich Ihre Leser freuen? Was ist die Besonderheit am 13. Fall?
Wolf: Der neue Krimi erzählt die Geschichte von Kommissar Frank Weller. In Ostfriesland schleicht sich ein Serienkiller in Ferienwohnungen und ermordet Frauen. Aus Wellers Sicht spricht einiges dafür, dass sein zukünftiger Schwiegersohn der Täter ist. Alles, was Weller ermittelt, wird aber so ausgelegt, dass man sagt, er könne sich nicht damit abfinden, dass ein anderer Mann für seine Tochter wichtig geworden ist. Es ist ein Spiel mit den Vater-Tochter-Gefühlen – das macht diesen Krimi aus.
Frage: Wird es zu „Ostfriesen-Nacht“ wieder ein Hörbuch geben?
Wolf: Ja, das werde ich in dieser Woche in Hamburg einlesen. Darauf freue ich mich sehr. Ich bin dann immer eine Woche lang im Studio und am Tag lese ich zwischen sechs und zehn Stunden – je nachdem, wie gut die Stimme hält. Ich gehe morgens mit meinem Regisseur Ulrich Maske frühstücken und dann geht die Arbeit los.
Frage: Wie finden Sie neue Ideen für ihre Bücher bzw. Ihre Krimiserie?
Wolf: Vor allem beim Vorlesen im Studio kommen mir neue Ideen. Da tauche ich noch einmal so richtig in die Geschichte ein, lese das Buch ja auch mehrmals vor. Da vergesse ich alles andere um mich herum. Oft entstehen da schon die neuen Geschichten. Man merkt beispielsweise, dass eine Figur noch viel mehr Potenzial hat. Dann überlege ich gleich, wie ich die Figur im nächsten Buch noch etwas größer machen könnte und worauf ich noch eingehen könnte. Ein Roman gebiert quasi den nächsten. So auch im aktuellen Fall. Da überlege ich schon, wie die Geschichte zwischen Frank Weller und seiner Tochter weitergehen kann, nachdem sie eine schwierige Zeit durchmachen mussten. Die Reihe wird so schnell nicht abbrechen, kann ich schon mal verraten. Es wird auch einen 14. Band geben.
Frage: Die 13 gilt als Unglückszahl. Könnte das ein schlechtes Omen für „Ostfriesen-Nacht“ sein?
Wolf: Ich glaube nicht, dass die 13 eine Unglückszahl ist. Im Gegenteil, ich könnte mir vorstellen, dass die 13 für mich eine große Glückszahl wird. Die Vorbestellungszahlen für das Buch sehen hervorragend aus. Ich habe gerade erst vom Verlag erfahren, dass schon über 100 000 Bücher vorbestellt sind. Auch die Reaktionen der Fans sind großartig. Ich glaube, dass der neue Krimi auch weit oben in der Bestseller-Liste einsteigen wird. Wichtiger ist für mich aber, dass die Geschichte den Fans gefällt. Aber ich denke, da mich das Buch selbst so sehr begeistert, wird es die Leser auch nicht kaltlassen.
Gloria Balthazaar
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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