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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Mehrere Kandidaten machen die Wahl interessanter

27.10.2018

Frage: Herr Janßen, Sie treten beim Landesparteitag der Grünen an diesem Wochenende in Celle für den Co-Vorsitz der Grünen an und fordern den derzeitigen Co-Vorsitzenden Stefan Körner heraus. Warum?

Janßen: In erster Linie deshalb, weil ich große Lust habe, Landespolitik zu gestalten. Ich finde es auch unter innerparteilichen Demokratie-Gesichtspunkten gut, wenn die Delegierten eine Auswahl haben. Es ist viel interessanter, wenn verschiedene Kandidaten zur Wahl stehen.

Frage: Wie zufrieden sind Sie mit dem aktuellen Landesvorstand?

Janßen: Ich glaube, dass es in den Positionen gar keine so großen Unterschiede gibt. Es ist letztendlich immer die Frage, wie man etwas rüber- bringt. Ich kann nur für mich sprechen und für mich sagen, dass ich mit Engagement bei der Sache bin, dass ich mit Leidenschaft für Politik eintrete und Lust habe, grüne Landespolitik weiter mitzugestalten. Vor allem will ich dafür arbeiten, dass die Partei mit klaren Positionen und einer klaren Haltung nach außen noch stärker wahrnehmbar wird.

Frage: Was würden Sie konkret anders machen?

Janßen: Als Mensch, der schon lange Zeit auf dem Land wohnt, habe ich einen eher ländlichen Blickwinkel. Ein Beispiel: Wenn wir in der Stadt über Mobilität reden, dann reden wir über die Taktung der Buslinien oder der Straßenbahnen. Und auf dem Land sind wir ja schon froh, wenn der öffentliche Nahverkehr aus mehr besteht als morgens und mittags ein Schulbus. Diese ländliche Komponente möchte ich reinbringen. Der zweite Punkt, für den ich mich einsetzen will, ist, die Grünen möglichst breit aufzustellen. Ich glaube, wir müssen noch stärker in Kontakt kommen mit Gruppen, die uns normalerweise nicht so nahe stehen, zum Beispiel mit Wirtschaftsvertretern.

Frage: Sie gelten wie Anne Kura als Vertreter des linken Parteiflügels. Wenn Sie nun anstatt Stefan Körner gewählt werden würden, wären die Realos nicht mehr an der Spitze vertreten. Wäre das nicht ein Problem?

Janßen: Der Flügelproporz spielt lange nicht mehr die gleiche Rolle wie noch vor wenigen Jahren. Die Bundesvorsitzenden zeigen, dass Vorstand auch ohne Flügelproporz sehr gut funktioniert. Es kommt vor allem darauf an, klare Botschaften zu setzen und ein gutes Teamspiel nach innen und außen zu zeigen. Ich finde, das kriegen sie ganz hervorragend hin. Davon kann man in Niedersachsen nur lernen.

Hans-Joachim Janßen  (57) wohnt in Jade (Landkreis Wesermarsch). Der Familienvater war zwischen 2013 und 2017 Landtagsabgeordneter der Grünen und arbeitet bei der Naturschutzbehörde des Landkreises Wesermarsch.
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