• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Merz kann der neue Ludwig Erhard der CDU werden

20.12.2018
Frage: Herr Bosbach, Friedrich Merz bewirbt sich um ein Ministeramt in der Merkel-Regierung. Kommt da nicht das Echo vor dem Ruf?
Bosbach: Schön formuliert! Aber tatsächlich ist es umgekehrt, weil sich doch sehr viele in der CDU und nicht nur diejenigen, die Merz gewählt haben, wünschen, dass er auf Dauer in die aktive Politik zurückkehrt. Und nicht nur als Beisitzer im Kreisvorstand der Heimatpartei, sondern in herausgehobener Funktion.
Frage: Wäre Merz eine Bereicherung für die Regierung?
Bosbach: Ohne Wenn und Aber. Aufgrund seiner politischen Erfahrungen, seiner ökonomischen Kompetenz und nicht zuletzt seiner klaren ordnungspolitischen Haltung.
Frage: Ins CDU-Präsidium wollte sich Merz nicht wählen lassen. Ein Ministeramt würde er aber übernehmen. Da geht es mehr um die Macht als um den Dienst an der Partei, oder?
Bosbach: Die Übernahme von Regierungsverantwortung wäre sowohl Dienst am Land als auch an der Partei, denn die Union hofft doch darauf, dass Merz wieder eine aktivere, gestaltende Aufgabe übernimmt. Bei allem Respekt für der Aufgabe eines Präsidiums – mehr Gestaltungsmöglichkeiten gibt es in einer Regierung.
Frage: Könnte Merz als Wirtschaftsminister der neue Ludwig Erhard der CDU werden und das wirtschaftspolitische Profil der Partei stärken?
Bosbach: Ja, das könnte er ganz zweifellos. Aber das traue ich auch Peter Altmaier zu. Das ist ja das Problem. Wie dem einen gerecht werden, ohne den anderen zu enttäuschen? Um die Lösung dieses Problems ist Angela Merkel nicht zu beneiden.
Frage: Aber der erste Zugriff auf die Kanzlerkandidatur liegt immer bei der Parteivorsitzenden, oder?
Bosbach: So ist es, und ich sehe Ende 2018 auch keinen vernünftigen Grund, jetzt darüber kontrovers zu diskutieren. Kommt Zeit, kommt Kandidatur. Wir werden ganz sicher nicht ohne Spitzenkandidatur in den nächsten Wahlkampf gehen.
Frage: Wie lässt sich die Partei wieder zusammenführen?
Bosbach: An dieser Stelle bin ich mega entspannt. Es war doch toll, dass wir drei Top-Kandidaten für den Parteivorsitz hatten. Das war doch ein Luxusproblem. Bei der SPD musste es jemand machen, bei uns gab es Gedränge. Entscheidend ist die Erkenntnis, dass wir nur gemeinsam Erfolg haben werden. Und das wissen beide Seiten.
Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2018
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.