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Einbruch und Brandstiftung – 17-Jähriger festgenommen
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Einbruch und Brandstiftung – 17-Jähriger festgenommen

NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Milchmenge muss EU-weit gedeckelt werden

11.08.2014
Frage: Herr Meyer, wie bewerten Sie das russische Importverbot für Lebensmittel auch aus Niedersachsen?
Meyer: Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass die auf Überschüssen basierende Exportstrategie der alten Bundesregierung sehr riskant und krisenanfällig für unsere heimischen Bauern ist. Ich fordere daher die EU auf, jetzt endlich Kriseninterventionsinstrumente zur Stabilisierung der Erzeugerpreise gegen Überkapazitäten ernsthaft zu prüfen und umzusetzen.
Frage: An welche Instrumente denken Sie?
Meyer: Die Vorschläge des Europäischen Parlaments etwa für Mengenregulierungssysteme bei der Milch durch ein Boni-Mali-Modell liegen auf dem Tisch. Priorität der EU-Agrarpolitik sollte weiter die Bedienung der heimischen Nachfrage in der EU mit hochwertigen Lebensmitteln zu Preisen sein, die fair sowohl für Landwirte als auch Verbraucher sind.
Frage: Welche Bereiche haben Sie konkret im Auge?
Meyer: Um ein Existenz bedrohendes Fallen der Milchpreise, das durch einen Ausbau von Kuhställen forciert würde, zu verhindern, sollte die Milchmenge EU-weit gedeckelt werden. Nur so sind faire Milchpreise zu erhalten. Niedersachsen hat daher die Subventionen für neue konventionelle Ställe etwa im Agrarinvestitonsförderprogramm AFP deutlich heruntergefahren, da Überkapazitäten zu Lasten aller Betriebe gehen.
Frage: Wo könnte es noch Ansatzpunkte geben?
Meyer: Auch Schlachthofsubventionen zur Eroberung des Weltmarktes, wie sie die schwarz-gelbe Vorgängerregierung in Niedersachsen mit 6,5 Millionen Euro für den Ausbau von Europas größten Geflügelschlachthof in Wietze vorgenommen hat, gibt es unter der jetzigen rot-grünen Landesregierung nicht mehr. Auch bei Schweinefleisch und Rindfleisch sind Mengenregulierungssysteme zum Schutz heimischer Produzenten notwendig.
Frage: Und wenn solche Maßnahmen nicht greifen, was passiert dann?
Meyer: Ansonsten ist ein Absturz der Fleisch- und Milchpreise und der Ruin vieler Betriebe in Niedersachsen zu befürchten. Ein durch neue Exportsubventionen oder lasche Regelungen angeheizter Ausbau der industriellen Tierhaltung ginge jedoch am Markt vorbei und wäre kontraproduktiv für kostendeckende Preise unserer Landwirte.
Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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