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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Arbeitsmarkt: „Mindestlohn wird uns hart treffen“

05.06.2014

Frage: Der Bundestag berät erstmals über die schwarz-roten Pläne für einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro. Haben die Bauern inzwischen ihren Frieden damit gemacht?

Krüsken: Nein, auf gar keinen Fall. Der Mindestlohn wird unsere Obst-, Gemüse- und Weinbaubetriebe hart treffen. Die Kosten für die Saisonarbeit werden sich stark erhöhen, was viele Betriebe in große Schwierigkeiten bringen dürfte. Die jetzt vorgesehene Regelung eines einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns wird den Verhältnissen in der Landwirtschaft nicht gerecht.

Frage: Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) verweist auf das Gesetz, das eine Verschiebung des Mindestlohn-Starts bis Anfang 2017 ermöglicht, wenn sich Gewerkschaft und Arbeitgeber einigen. Wäre das kein Weg mit Blick auf die Saisonarbeiter?

Krüsken: Gegenüber dem Koalitionsvertrag ist das ein Rückschritt. Union und SPD hatten einen Bestandsschutz für bestehende Tarifverträge bis Ende 2017 angekündigt. Wir haben einen solchen Tarifvertrag, der ab Anfang 2018 einen Stundenlohn von 8,50 Euro vorsieht. Das muss nun angepasst werden. Die Landwirte brauchen weiter eine Sonderregelung für die Saisonarbeit.

Frage: Welche Auswirkungen hätte der Mindestlohn für die Agrar-Betriebe in Deutschland?

Krüsken: Es wird sicherlich Produktionsverlagerungen in Länder ohne Lohnuntergrenzen geben. Die Betriebe drohen auf den gestiegenen Kosten sitzenzubleiben. Obst und Gemüse müssten eigentlich je nach Region und Produkt zwischen zehn und 30 Prozent teurer werden, damit die Mehrkosten am Markt erwirtschaftet werden können.

Rasmus Buchsteiner Korrespondentenbüro Berlin
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