Herr Eilers, im Einzelhandel setzen bisher eher wenige Unternehmen auf gezielte Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Sie haben jetzt für einige Wochen eine Trainerin ins Möbelhaus geholt. Warum?
EilerUnsere Arbeit ist herausfordernd – doch die Arbeitszeiten im Einzelhandel liegen teilweise so, dass man in der Freizeit die üblichen Kurs-Angebote für einen Stress-Ausgleich oder gar sinnvolle Verhaltensänderungen kaum nutzen kann. Deshalb haben wir eine Trainerin zu uns ins Möbelhaus geholt. Die Reihe der Übungsabende ist fast abgeschlossen.
Um was ging es dabei denn konkret?
EilersUm jeweils zweieinhalbstündige Übungen zum Stressabbau beziehungsweise zur künftigen Stressvermeidung – etwa, indem man lernt, anders als mit den üblichen Verhaltensmustern auf Probleme zu reagieren. Jede Woche kamen andere Themen und andere Methoden dran, auch mit Elementen von Gymnastik, Yoga, Meditation.
Wie kamen Sie als Chef auf die Idee?
EilersAuch ich habe meinen Stress und versuche, ihm aktiv entgegenzuwirken, etwa mit Yoga.
Wo läuft der Kursus im Betrieb konkret ab?
EilersIn der Schlafzimmerabteilung! Das hat sich übrigens als ganz idealer Ort fürs Entspannen herausgestellt.
Wie ist die Bilanz?
Eilers Sehr gut. Alle 15 Teilnehmer sind begeistert. Wir sind schon dabei, den nächsten Kurs zu organisieren, wieder hier im Betrieb.
Macht das den Mitarbeitern denn wirklich Spaß, wenn der Chef mitmacht?
Eilers Das ist wohl so. Man geht, indem man selbst mitmacht, auch mit gutem Beispiel voran.
