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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Niedersachsens Seehunde sind gesund und munter

18.10.2014
Frage: Herr Dr. Lienau, in Schleswig-Holstein wurden in den vergangenen Tagen vermehrt tote Seehunde gefunden. Müssen die Menschen auch an den niedersächsischen Nordseestränden beim Spaziergang Angst vor toten Tieren haben?
Lienau: Keineswegs. Zur Zeit müssen sich Spaziergänger in dieser Frage keine Gedanken machen. Schließlich ist das Geschehen derzeit auf Dänemark und Schleswig-Holstein begrenzt. Und dass mal ein Tier stirbt, ist ganz normal und kommt immer wieder mal vor. Also, alle können unbeschwert am Strand spazierengehen.
Frage: Was mache ich, wenn ich ein Tier sehe?
Lienau: Vor allen Dingen: Abstand halten und in Ruhe lassen. Dann kann mir selbst nichts passieren – und ich löse auch bei dem Seehund keinen Stress aus. Schließlich kann es ja sein, dass es sich nicht um ein totes Tier handelt, sondern um einen erschöpften Seehund, der sich nur ausruhen will.
Frage: Der richtige Abstand ist wie groß?
Lienau: 300 Meter. Jede geringere Entfernung löst unnötigen Stress aus. Deshalb: Schön wegbleiben.
Frage: Die Funde in Schleswig-Holstein lassen die Diskussion wieder aufleben, ob es zwangsläufig etwa alle zwölf Jahre zu einem großen Seehundssterben kommen muss, weil die Population so groß ist. Was meinen Sie?
Lienau: Die Ansicht ist falsch. Dass es von Zeit zu Zeit zu einer Epidemie kommen kann, liegt unter anderem daran, dass der Antikörperschutz, den die Tiere haben, nur über einige Jahre wirkt. Dies ist nicht abhängig von der Populationsgröße. Wichtig ist der allgemeine Gesundheitszustand der Seehunde und die Geburtenquote. Und mit beiden Werten können wir an der niedersächsischen Küste sehr zufrieden sein.
Frage: Das heißt, Sie bleiben angesichts der aktuellen Lage sehr gelassen?
Lienau: Das ist richtig. Wir beobachten zwar sehr intensiv das Geschehen, warten aber zunächst die Ergebnisse der Tierärztlichen Hochschule ab. Danach wissen wir mehr über die Ursachen der aktuellen Todesfälle.

Dr. Peter Lienauist Leiter der Seehundstation im ostfriesischen Norddeich. Dort werden verwaiste Seehunde aufgezogen und ausgewildert. Im Gespräch äußert er sich über die aktuellen Funde toter Seehunde in Schleswig-Holstein.


  www.seehundstation-norddeich.de 
Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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