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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Oldenburg profitiert maßgeblich von Europa“

21.05.2014
Martin Heidenreich (57) ist Direktor des Instituts für Sozialwissenschaften und des Jean Monnet Centre for Europeanisation and Transnational Regulations an der Universität Oldenburg und ist somit Experte für europapolitische Fragen.

Frage: Herr Heidenreich, warum ist es für die Oldenburger wichtig, zur Europawahl zu gehen?

Heidenreich: Oldenburg profitiert in erheblichem Maße von Europa, etwa von einem grenzübergreifenden Markt. Die Rahmenbedingungen dafür werden durch das Europäische Parlament gesetzt. Weiterhin ist die Oldenburger Region stark agrarisch geprägt. Daher ist die europäische Landwirtschaftspolitik von entscheidender Bedeutung. Auch für die Universität ist die europäische Politik wichtig. Die Mobilität von Studierenden wird beispielsweise durch europäische Austauschprogramme gefördert.

Frage: Und warum ist die Wahl für jeden einzelnen Bürger wichtig?

heidenreich: Es gibt keinen Bereich des Lebens, der nicht durch die EU beeinflusst wird. Etwa der Datenschutz wird geregelt. Jeder Bürger hat Interesse daran, mit einem stabilen Euro zahlen zu können – und das setzt die politische Zusammenarbeit der Euroländer voraus. Durch die Wahl wird die EU demokratisch legitimiert. Das Europäische Parlament ist neben dem Rat der Gesetzgeber der EU.

Frage: Wer vertritt die Interessen der Oldenburger im Europäischen Parlament?

Heidenreich: In Oldenburg und Umgebung kandidieren etwa Stefan Gehrold (CDU), Matthias Groote (SPD), Sofia Leonidakis (Linke), Gesine Meißner (FDP) und Helga Trüpel (Grüne). Außerdem gibt es zum ersten Mal Spitzenkandidaten bei den großen Fraktionen, das hat es vorher so nicht gegeben.

Frage: Mit dem Wegfall der Sperrklausel haben sehr viele Parteien eine Chance auf den Einzug ins Parlament. Muss der Wähler Angst haben, dass seine Stimme dadurch verloren geht?

Heidenreich: Im Gegenteil: Das bedeutet, dass keine Stimme verschenkt ist. Sie können jede Splitterpartei wählen – wenn diese genug Stimmen sammelt, kann sie ins Parlament einziehen. Deutschland sendet diesmal 96 Abgeordnete nach Straßburg.

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