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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Palliativmedizin oft missverstanden

27.06.2019
Frage: Frau Westendorf, wer sind Sie und was machen Sie?

Westendorf: Ich bin die Leitende Koordinatorin des Palliativstützpunktes Landkreis Oldenburg und Delmenhorst. Als gelernte Krankenschwester habe ich lange im Josef-Stift in Delmenhorst gearbeitet. Seit 2012 bin ich hier beim Palliativstützpunkt.

Frage: Was genau macht der Palliativstützpunkt?

Westendorf: Wir begleiten Menschen mit unheilbaren, schweren Krankheiten, wenn eine schwere Symptomatik vorliegt. Wir errichten dann ein Netzwerk um die Betroffenen herum und sind für die Familien permanent erreichbar. Wir schauen ganzheitlich, was die Patienten brauchen, und versuchen, ihre Autonomie lange zu erhalten.

Frage: Wie groß ist der Palliativstützpunkt Landkreis Oldenburg und Delmenhorst?

Westendorf: Wir haben aktuell 16 Palliativmediziner und vermitteln sieben Pflegedienste im palliativen Bereich. Dazu sind wir zwei Koordinatorinnen, ein Koordinator sowie zwei spezielle Palliativkräfte. Den Landkreis haben wir 2015 übernommen, weil die Nachfrage so groß war.

Frage: Gibt es in der palliativen Arbeit Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Bereichen?

Westendorf: Auf jeden Fall. In Delmenhorst zum Beispiel haben wir viele allein lebende Menschen. Auf dem Land, also in weiten Teilen des Landkreises, sind die Familienstrukturen oft noch anders. Allerdings ist das Verhalten uns gegenüber regional sehr unterschiedlich, mancherorts werden wir offen empfangen, andernorts sind die Menschen teilweise anfangs sehr zurückhaltend.

Frage: Gibt es vermeidbare Probleme in Ihrer Arbeit?

Westendorf: Wir bekommen Menschen oft in einem schlechten Zustand und erst, wenn Krankheiten weit fortgeschritten sind. Frühe Informationen können da auch Ängste nehmen. Es gibt viele Kleinigkeiten, die Betroffenen den Alltag erleichtern können. Palliativmedizin heißt eben nicht, dass man nichts mehr machen kann.

Frage: Was reizt Sie persönlich an der palliativen Arbeit?

Westendorf: Es kommt manchmal die Frage „Wie hältst du das nur aus?“ Ich finde meine Arbeit aber sehr schön, weil ich sehen kann, wie Menschen an Herausforderungen wachsen und unsere Patienten in ihrem Zuhause würdevoll gehen können. Da müssen die Mitarbeiter und ich auch mit viel Fingerspitzengefühl arbeiten.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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