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Patient sollte mobil bleiben

26.01.2021
Norbert Mählmann (Bild) ist leitender Physiotherapeut im St. Marienhospital Vechta.
Frage: Wann beginnt die Physiotherapie nach einer Kreuzband-OP?

Mählmann: Das normale Standardprogramm sieht vor, dass die Physiotherapie schon am ersten postoperativen Tag beginnt. Das operierte Knie wird dafür mit einer Orthese ruhig gestellt und in Streckstellung gebracht. In den ersten sieben Tagen stehen neben Lymphdrainage und einer Gangschule auch krankengymnastische Übungen auf den Programm, bei denen abgesehen von dem operierten Knie alle anderen Körperteile belastet werden.

Frage: Warum mus der ganze Körper trainiert werden?

Mählmann: Erstens ist es wichtig, dass nach der OP möglichst wenig Muskulatur und Beweglichkeit verloren geht. Der Patient sollte so gut es geht mobil bleiben. Zudem hat das Training des unverletzten Beins einen positiven Effekt für das operierte Knie, weil dieses die eingeübten Bewegungsmuster übernimmt.

Frage: Wie geht es nach dem Krankenhausaufenthalt weiter?

Mählmann: Ziel ist, dass der Patient zunächst eine zunehmende Belastbarkeit mit der Orthese erreicht. Diese wird so eingestellt, dass eine Flexion – also Beugung – bis zu 60 Grad möglich ist. Der Patient kann mit der Orthese gehen und Alltagstätigkeiten wahrnehmen. Die Physiotherapie ohne Orthese startet meistens ab der fünften Woche nach der OP. Dann kann man auch wieder mit schonenden sportlichen Aktivitäten wie Fahrradfahren oder Aqua-Training beginnen. Das Gehen ohne Orthese ist nach etwa zwölf Wochen möglich.

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