Frau Pricker, was ist Ihre Motivation, sich in der neuen Pflegekammer Niedersachsen zu engagieren?
Sarah PrickerEs ist hauptsächlich die Möglichkeit, dass die Pflege beziehungsweise der Pflegeberuf nun die Chance hat, sich selbst zu verwalten. Dies ist meiner Meinung nach dringend notwendig, um Aspekte des Pflegeberufes wie zum Beispiel Professionalität und Qualifikation zu verbessern.
Wo möchten Sie Schwerpunkte setzen?
PrickerMeine Schwerpunkte liegen hauptsächlich in der Stärkung des Pflegeberufes, etwa indem ich daran mitwirke, eine Berufsordnung zu erarbeiten. Außerdem ist mir wichtig, die Arbeit der Kammer für die Kollegen transparent darzustellen und dass diese Ergebnisse positiv bei der täglichen Arbeit am Bett spürbar sind.
Wo liegen die größten Herausforderungen, wo die größten Chancen im Bereich Pflege?
PrickerDie größte Herausforderung wird es sein, diese vielfältigen Aufgaben mit einer noch recht kleinen Kammerversammlung, wir sprechen von 31 Vertretern, zu bewältigen. Doch diese Herausforderungen bieten die große Chance, der Pflege eine starke Stimme besonders in der Politik zu geben. Als größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen haben wir nun die Möglichkeit, diesen politischen Einfluss zu nutzen, um eine gute Pflege am pflegebedürftigen Menschen zu leisten, zu fördern und auszubauen.
Viele kritisieren die Zwangsmitgliedschaft. Was halten Sie diesen Kritikern entgegen?
PrickerNur wenn alle beruflich Pflegenden sich registrieren lassen, können wir fachlich und repräsentativ in der Politik argumentieren und das demokratische Prinzip wahren. So haben wir eine starke Stimme.
