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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Politik: „Werde mich der Kommission vorstellen“

11.04.2018
Frage: Die Meldung, dass Sie als Kandidatin für das Amt des Oberbürgermeisters in Wilhelmshaven ins Rennen gehen wollen, hat für Wirbel gesorgt – nicht nur in den Medien, sondern auch parteiintern.

Ducci-Eiklenborg: Das stimmt. Mein Name sollte allerdings noch gar nicht in die Öffentlichkeit. Es war eine nichtöffentliche Vorstandssitzung des SPD Ortsverbands-Süd, in der ich mich auf Einladung vorgestellt habe.

Frage: Was reizt Sie an einer Stadt wie Wilhelmshaven, in der nicht gerade zimperlich miteinander umgegangen wird, die Führungsrolle im Rathaus zu übernehmen?

Ducci-Eiklenborg: Wilhelmshaven ist meine Heimatstadt, hier bin ich geboren, aufgewachsen und habe immer in Wilhelmshaven gearbeitet. Ich kenne die Stadt aus eigener Wahrnehmung, was für die Entwicklung von Zielen und Entwicklungsschritten sicher von Vorteil ist. Wilhelmshaven ist eine Stadt, die in ihren Möglichkeiten weiter entwickelt werden kann. Es gibt einiges an Potenzial, welches gehoben werden muss. Außerdem liebe ich es, mich voll und ganz in eine Aufgabe hineinzuwerfen und andere Menschen mitzunehmen.

Frage: Sie sind seit langem kommunalpolitisch aktiv, Sie waren Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Sande und Mitglied des Gemeinderates in Sande. In der Jade-Hochschule sind Sie in führender Position in der Verwaltung tätig. Sind das hinreichende Kompetenzen, um im Wilhelmshavener Rathaus erfolgreich arbeiten und mehrere hundert Mitarbeiter führen zu können?

Ducci-Eiklenborg: Stimmt nicht ganz, ich leite an der Hochschule das Personalmanagement. Das allein würde nicht unbedingt reichen als Qualifizierung für eine Oberbürgermeisterin. Sie müssen sich schon meine gesamte Vita vor Augen führen. In den vergangenen 28 Jahren habe ich verschiedene Aufgaben in Verwaltung und Organisation der Hochschule wahrgenommen: Darunter viele Projekte in der Bibliothek, dann meine Tätigkeit im Akademischen Auslandsamt (heute International Office), der Aufbau der Abteilung Dritt- und Sondermittel wie auch die Abteilung Prozesse und Organisation und jetzt der große Bereich Personalentwicklung. Ich stelle meine politische Arbeit gern in vier Säulen dar: Hochschulpolitik unter anderem in der Gleichstellung und Personalvertretung, politische Arbeit in der SPD, Gewerkschaft und Ehrenamt. Die großen Veränderungsprozesse der Hochschule habe ich verantwortlich mitbegleitet. Um die Anforderungen, die damals in den Fusionsprozessen und auch heute an Verwaltung gestellt werden zu meistern, braucht es eine wertschätzende Unternehmenskultur. Und danach handele ich im Rahmen meiner Möglichkeiten. Aus diesem Grund habe ich auch ein sehr gutes Gespür dafür, wenn in einer Verwaltung etwas nicht harmoniert und/oder funktioniert.

Frage: Was denken Sie über das Anforderungsprofil, das die Findungskommission der Wilhelmshavener SPD entwickelt hat?

Ducci-Eiklenborg: Es handelt sich hierbei um ein mögliches Anforderungsprofil.

Frage: Wird dort nicht erwartet, dass die Kandidatin oder der Kandidat Jurist/in sein soll und über Verwaltungserfahrung verfügen soll?

Ducci-Eiklenborg: Wenn dem so ist, wird die Findungskommission dies sicher zu gegebener Zeit kundtun. Darüber hinaus gibt es viele mögliche andere Kriterien, die für ein Bürgermeisteramt wichtig und bedeutend sind.

Frage: Wie wollen Sie Ihre Parteifreunde davon überzeugen, den Kriterienkatalog zu ignorieren?

Ducci-Eiklenborg: Von ignorieren kann nicht die Rede sein. Die Findungskommission benötigt einen Rahmen, um auswählen zu können. Die Frage, die sich stellt, gibt es Mr. oder Ms. 100 Prozent? Und, welche Kriterien am Ende ausschlaggebend für eine Auswahl sein werden. Ich denke, ich werde mich der Kommission sicher vorstellen können, und dann schauen wir mal.

Frage: Sie leben in Sande und sind mit dem Bürgermeister der Gemeinde Sande verheiratet – haben Sie schon überlegt, wie Sie ihrem Mann und vor allem den Bürgern in Sande erklären wollen, künftig vor allem die Interessen Wilhelmshavens vertreten zu wollen?

Ducci-Eiklenborg: Nach den bisherigen Rückmeldungen, die ich in den letzten Tagen erfahren habe, besteht hier überhaupt kein Erklärungsbedarf.

Frage: Vor zehn Jahren sollen Sie auch als Kandidatin für die Nachfolge des damaligen OB Brinkmann in Emden gehandelt worden sein. Warum ist damals daraus nichts geworden?

Ducci-Eiklenborg: Das ist schnell erklärt. Ich habe nie kandidieren wollen und habe auch nie kandidiert. Damalige Pressemitteilungen haben mich seinerzeit genau so überrascht, wie viele andere wie etwa Garrelt Duin oder Johann Saathoff, die in dem damaligen Kontext ebenfalls genannt wurden, ohne Absichten gehabt zu haben. Ich glaube, das war damals der Versuch der Presse, eine Reaktion der SPD Emden zu bewirken, um Klarheit über einen möglichen Kandidaten zu erhalten.

Frage: Wie ist nun das weitere Vorgehen der Kandidatenkür in Wilhelmshaven?

Ducci-Eiklenborg: Ich darf annehmen, dass die Kommission mögliche Kandidaten oder Kandidatinnen benennt. So ist es jedenfalls geplant. Alles Weitere werden wir sehen.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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