Wo steht die Jacobs University derzeit?
PeitgenDie Universität ist zehn Jahre alt. Sie hat eine herausragende Qualität in ihren akademischen Leistungen erbracht, die wir ausbauen wollen. Die wirtschaftliche Situation ist bedeutend verlässlicher als wir das in den letzten Wochen in der Öffentlichkeit diskutiert haben. Sie ist deshalb verlässlich, weil die Jacobs Foundation nicht nur eine Zusage für die Gegenwart und die nächsten Jahre unserer Veränderungsprozesse gemacht hat, sondern auch weit darüber hinaus nach 2017.
Was muss sich ändern?
PeitgenWir werden neben der akademischen Qualität in den Vordergrund stellen, wie die Menschen, die uns verlassen, in die sich verändernde Berufswelt hineinpassen. Wir werden deshalb besonders auf die Ausbildung die weichen Fähigkeiten im Bereich von Management-Führung und Kommunikation achten.
Warum sollen sich junge Talente bei Ihnen bewerben?
PeitgenWir haben einen Campus, auf dem Studenten aus den verschiedensten Teilen der Welt zusammenleben. Dabei lernen sie etwas ganz Besonderes, nämlich die Welt durch die Augen von anderen sehen zu können. Daneben bieten wir eine sehr gute akademische Ausbildung und ein Verhältnis zu den Professoren, das weit über das hinausgeht, was man in einer klassischen Vorlesung erleben kann.
Welche Voraussetzungen sind nötig, um von der Uni aufgenommen zu werden?
PeitgenKeine finanziellen. Wir schauen nicht auf die finanzielle Ausstattung der jungen Menschen, die sich bei uns bewerben, sondern nur auf die akademischen Fähigkeiten und die Persönlichkeitsausbildung. Die Fähigkeit, Englisch zu sprechen, ist Voraussetzung. Daneben müssen die üblichen akademischen Maßstäbe in einem hohen Qualitätssinn erfüllt sein.
Heinz-Otto Peitgen ist seit Januar 2013 Präsident der privaten Jacobs University Bremen. Die Universität war im Herbst 2012 wegen einer finanziellen Schieflage in die Schlagzeilen geraten. Der 67-Jährige sieht aber keine aktuelle Gefahr.
