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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Putin will in Korea-Frage nicht außen vor bleiben

26.04.2019
Frage: Herr Hardt, erstmals seit acht Jahren hat es wieder einen Gipfel zwischen Russland und Nordkorea gegeben. Welches Signal geht von diesem Treffen der beiden Staatschefs Putin und Kim aus?
Hardt: Ich sehe in erster Linie den Willen Putins, in der wichtigen Nordkorea-Frage nicht außen vor zu bleiben nach den Gipfeltreffen Kim Jong Uns mit US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Russland ist ja immerhin Teil der sogenannten „Sechs Parteien“ zur Lösung der Nuklearfrage in Nordkorea. Diese will Putin auch wiederbeleben. Das ist ja ein Ergebnis des Gesprächs. Der Gipfel zeigt, dass Trump den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un mit seinen beiden Gipfeltreffen international aufgewertet hat. Ob dies zu tatsächlichen Fortschritten bei der Lösung der Nuklearfrage führt, bin ich skeptisch.
Frage: Versucht Kim Jong Un, den russischen Staatschef Wladimir Putin und den US-Präsidenten Donald Trump gegeneinander auszuspielen?
Hardt: Vor allem stelle ich fest, dass Kim Jong Un das Maximale aus seiner diplomatischen Aufwertung herausholt. Dies betrachte ich mit Sorge. Auch Russland hat kein Interesse an einem nuklear bewaffneten Nordkorea. Von daher sehe ich in der Substanz wenige Möglichkeiten, Putin gegen Trump in dieser wichtigen Frage gegeneinander auszuspielen.
Frage: Kim lässt wieder Raketen testen – sein wichtigstes Ziel ist ein Ende der Sanktionen. Schon jetzt unterläuft Russland die Restriktionen. Könnte Putin weiter nachgeben?
Hardt: Mit den jüngsten Raketentests versucht Kim Jong Un, den Preis für ein mögliches Abkommen hochzutreiben. Die übrige Welt sollte sich deshalb davon nicht zu sehr beeindrucken lassen. Putin könnte jetzt begrenzte Zugeständnisse zum Beispiel für die nordkoreanischen Gastarbeiter in Russland machen, als Testballon für mögliche Zugeständnisse seitens Nordkoreas. Nach den einstimmig verabschiedeten Resolutionen des UN-Sicherheitsrats muss Nordkorea aber sein Nuklearprogramm komplett aufgeben, um Sanktionslockerungen zu erreichen. Dies ist richtigerweise das erklärte Ziel der internationalen Staatengemeinschaft, an dem sich auch Putin orientieren wird.
Peter Riesbeck Korrespondentenbüro Berlin
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