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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„You gotta fight for your Reis – Basmati“

29.01.2018
Frage: Herr Kasburg, wie oft mussten Sie Ihren Bandnamen schon erklären?
Kasburg: Gar nicht so oft, wie man denkt. Die meisten Leute unserer Zielgruppe können mit diesem Wortspiel etwas anfangen. Es setzt sich ja zusammen aus „Rage Against the Machine“, eine Gruppe, die meine Generation mit geprägt hat, und dem Namen der Band „Rise Against“. Unsere erste Parodie war ein Lied von den „Beastie Boys“ und lautete „Fight for your Reis – Basmati“. Da hatten wir schon einmal den Reis. Mein Kompagnon Hanke hat dann bei einem Auftritt angekündigt, nun käme ein Lied von „Reis Against the Machine“. Von mir kam dann irgendwann noch die Spülmaschine dazu – und wir hatten unseren Bandnamen. Er ist nicht von Nachteil, weil er heraussticht.
Frage: Sind Sie Musiker oder Komödianten?
Kasburg: Beides. Die Kombination aus Musik und Humor fand ich schon immer super. Natürlich höre ich auch gerne ernstere Stücke. Aber in der jüngeren Liedermacher-Szene gibt es viele, die Texte zum Lachen haben. Musik und Humor schließen sich nicht aus.
Frage: Sie parodieren Lieder. Dürfen Sie das einfach so?
Kasburg: Das ist rechtlich ein schwieriger Bereich. So etwas fällt in der Regel unter Kunstfreiheit und Satire. Wir hatten bislang noch keine Probleme und geben die Originalsongs auch immer auf den Gema-Listen an. Schwieriger ist es, wenn man etwas veröffentlichen will. Das muss man von den Urhebern genehmigen lassen.
Frage: Wenn man als Künstler etwas verkaufen will, ist das aber ungünstig...
Kasburg: Auf jeden Fall. Wir werden oft gefragt: ,Habt ihr keine CDs?‘. Es wäre vielleicht möglich, andere Bands, die parodieren, haben das ja gezeigt. Wir sind aber auch überzeugt davon, dass wir in erster Linie ein Live-Act sind. Der Witz der Texte geht vielleicht flöten, wenn man die Songs zu oft zu Hause hört.
Frage: Sie waren und sind noch mit Stefan Üblacker und seiner Biografie über „Die Ärzte“ unterwegs. Dort parodierten Sie auch deren Lieder. Was halten die denn von Ihren Versionen?

Duo studierte in Oldenburg

Philipp Kasburg (36) stammt aus Braunschweig und begann 2002 ein Studium in Oldenburg. Er lebt noch in der Stadt und arbeitet als Musiklehrer.

„Onkel Hanke“ Blendermann kommt aus Buxtehude, wo er auch heute wieder als Lehrer arbeitet. Sein Studium absolvierte er ebenfalls in Oldenburg.

Am Freitag, 2. Februar, spielen „Reis Against the Spülmachine“ in der Umbaubar, Stau 25-27. Beginn ist um 20 Uhr. Karten kosten 8 Euro.

Kasburg: Wir hatten leider noch keinen direkten Kontakt. Aber Stefan Üblacker hatte dem Ärzte-Sänger Farin Urlaub einen Link zu unserer Interpretation von „Hurra“ geschickt, die wir simultan auf Deutsch und Englisch singen. Das hat ihm wohl gefallen. Die Vorstellung, dass ein Farin Urlaub sich unser Video anschaut und dann schreibt, dass er das gut findet, kitzelt natürlich schon das Künstlerego.
Frage: Angst vor großen Namen zeigen Sie aber nicht. Haben Sie keine Sorge, dass es jemand respektlos findet, wenn Sie aus Leonard Cohens „Hallelujah“ ein Lied über „Maracuja“ machen?
Kasburg: Ich könnte das verstehen, habe das aber noch nicht gehört. Ich habe auf jeden Fall vor jedem Song und Künstler, den wir parodieren, Respekt. Ich sehe uns in der Tradition von Weird Al Yankovic, der in den USA sehr bekannt ist und bei dem es die Künstler als Ehre empfinden, wenn sie von ihm parodiert werden.
Frage: Viele Ihrer Stücke befassen sich mit Lebensmitteln. Wie kommt man ausgerechnet auf dieses Thema?
Kasburg: Es fing mal mit dem Reis an, dann kam „Sellerie“ nach dem Song „Valerie“ von Amy Winehouse und anschließend „Möhren, Motherfucker. Möhren“ als Parodie auf die Bloodhound Gang. Irgendwie hat sich das so ergeben und wir haben gesagt, dass Essen und gesunde Ernährung unser Ding sind. Aber wir machen auch andere Sachen. Das Konsumieren von alkoholischen Getränken wird ebenfalls zelebriert in unseren Texten. Hier und da gibt es auch ein wenig Gesellschaftskritik wie bei „In the Netto“ nach dem Original „In the Ghetto“ von Elvis Presley. Es soll abwechslungsreich bleiben.
Frage: Gilt das auch für Ihre Live-Show?
Kasburg: Na klar, es gibt zum Beispiel interaktive Teile, bei dem sich das Publikum Obst wünschen kann und wir haben eigentlich zu allem eine musikalische Antwort. Wir können sogar auf Kumquat reagieren. Ansonsten versprechen wir einen hohen Unterhaltungswert von Anfang bis Ende, wenig ruhige Lieder und spontane Ansagen, bei denen wir uns oft selbst überraschen und viel Spaß haben. Das ist vor allem meinem Kollegen Onkel Hanke zu verdanken. Er ist ein ganz ernsthafter, reflektierter Mensch. Aber wenn er auf der Bühne sitzt, dann legt er einen Schalter um und wird zum Tier.
Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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