Sie haben die Messe „akut“ mitorganisiert. Sind Sie zufrieden mit der Resonanz?

CalliesWir hatten deutlich mehr als 2100 Teilnehmer für die „akut“, was eine Steigerung gegenüber den Vorjahren ist – damit bin ich sehr zufrieden. Viele der Besucher aus den Bereichen Rettungsdienst, Notärzte, Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr kamen auch aus der Region um Oldenburg.

Worum ging es?

CalliesEin Schwerpunkt war die Energiewende und die Auswirkungen auf die Rettungskräfte. Das fängt damit an, dass einige Fahrzeuge neue Antriebe haben – Strom, Gas, Hybridmotoren beispielsweise – denen man sich auf bestimmte Art und Weise nähern muss. Wenn es zum Austreten von Gasen kommen kann, müssen die Rettungskräfte darauf geschult werden. Ganz aktuell wurde natürlich auch die Windenergie thematisiert und das maritime Notfallkonzept Deutsche Bucht. Die ADAC-Luftrettung hat in einer Simulation einen Notfall mit Hubschrauber demonstriert, der auf Bohrinseln eingesetzt wird.

Auch die sogenannte „Telefonreanimation“ war ein Thema der Messe. Wie ist da der Stand?

CalliesIn Bremen werden Menschen, die den Notruf wählen, bereits seit einiger Zeit am Telefon dazu animiert, Herzdruckmassage anzuwenden. So wird die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes genutzt. In der neuen Oldenburger Großleitstelle wird das inzwischen ebenfalls durchgeführt. Vielen Patienten wurde auf diesem Weg schon das Leben gerettet.

Dr. Andreas Callies (42) ist Oberarzt am Bremer Klinikum Links der Weser. Er hat das Programm für die Messe „akut“ in der Hansestadt an diesem Wochenende mitorganisiert. Mehr als 2000 Besucher haben die Veranstaltung besucht.