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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Richard Lutz ist Weichensteller und Signalgeber

15.03.2017
Frage: Finanzvorstand Richard Lutz soll Nachfolger von Rüdiger Grube als Bahn-Chef werden. Ist die Einigung in trockenen Tüchern?
Burkert: Die Spitze der Großen Koalition hat sich darauf verständigt. Es ist erstaunlich, dass schon wenige Stunden später die Presse informiert wurde, bevor die Aufsichtsratsmitglieder ins Bild gesetzt worden sind.
Frage: Die Bestätigung der Personalie auf der Aufsichtsratssitzung am 22. März ist aber nur noch Formsache, oder?
Burkert: Nach den Abläufen bei Rüdiger Grube hat der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn sehr viel Gewicht. Deswegen ist Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zu empfehlen, Personalentscheidungen mit dem Aufsichtsrat zu besprechen. Natürlich hat der Bund als Eigentümer ein Vorschlagsrecht. Aber es wäre ein Unding, sollte tatsächlich darüber nicht mit dem Aufsichtsrat geredet worden sein.
Frage: Ist Lutz der richtige Mann, um bei der Bahn aufs Tempo zu drücken?
Burkert: Herr Lutz war für die Finanzen verantwortlich und hat sich dabei Verdienste erworben. Er braucht nun vor allem Rückhalt im eigenen Vorstand und gegenüber Verkehrsminister Dobrindt und Finanzminister Wolfgang Schäuble. Lutz ist Weichensteller und Signalgeber gleichzeitig: Er muss die Qualität voranbringen und die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen. Auch im Güterverkehr liegen große Aufgaben vor ihm. Ich hoffe, dass er sich im Vorstand durchsetzt und nicht andere versuchen werden, durch die Hintertür den Vorstandschef zu geben.
Frage: Sie meinen, Infrastrukturchef Ronald Pofalla könnte das versuchen?
Burkert: Bei Personalentscheidungen bleiben immer Verlierer zurück. Herr Pofalla kann sich Verdienste als Infrastrukturchef erwerben.
Frage: Wie groß ist die Freude der SPD, den CDU-Mann Pofalla an der Vorstandsspitze verhindert zu haben?
Burkert: Wichtig ist, dass der Vorstandschef selbst sagen kann, um welche Aufgaben er sich kümmert.
Frage: Kommende Woche wird die Bahn-Bilanz vorgelegt. Womit rechnen Sie?
Burkert: Beim Güterverkehr wird es dunkle Wolken geben, hier wurde keine Schwarze Zahl erreicht. Die Politik muss grundsätzlich überlegen, inwieweit sie die Schiene noch weiter entlasten kann. Notwendig wäre dies beispielsweise bei den Trassenpreisen.
Tobias Schmidt
Korrespondentenbüro Berlin
Tel:
0441 9988 2018

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