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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Riester-Rente ist auf ganzer Linie gescheitert

12.04.2016

Frage: Herr Laumann, braucht Deutschland angesichts der neuen politischen und wirtschaftlichen Situation eine Rentenreform?

Laumann: Wir müssen nach der Bundestagswahl sehr grundsätzlich über die Zukunft der Alterssicherung nachdenken. Die letzte große Reform mit der Einführung der Riesterrente und den Weichenstellungen für ein schrittweises Absenken des Rentenniveaus bis 2030 stammt aus dem Jahr 2001. Man war damals der Meinung, dass mit Privat-Vorsorge die Lücke geschlossen werden kann, die durch das niedrigere Rentenniveau entsteht. Wir sehen jetzt, dass die Lage der gesetzlichen Rentenversicherung besser ist als damals angenommen. Die zusätzliche Altersvorsorge hat aber nicht zu den gewünschten Erfolgen geführt. Das müssen wir ganz nüchtern feststellen. Wir brauchen deshalb in der nächsten Wahlperiode eine große Rentenreform.

Frage: Wollen Sie die geplante Absenkung des Rentenniveaus wieder stoppen – und sei es um den Preis höherer Beiträge?

Laumann: Bis 2030 wird das Rentenniveau nicht unter 43 Prozent fallen. Das garantiert eine Sicherungsklausel im Gesetz. Für die Zeit danach gilt das nicht mehr. Wir müssen deshalb nach der Bundestagswahl die Frage beantworten, wie es nach 2030 mit der Rente weitergeht. Ein weiteres Absenken darf es nicht geben. Das Rentenniveau bis 2030 sieht noch relativ gut aus. Im Moment liegt es bei 48 Prozent, auch dank der günstigen wirtschaftlichen Entwicklung in den vergangenen Jahren.

Frage: Und was wird aus der Zusatz-Vorsorge – gerade jetzt in Zeiten niedriger Zinsen?

Laumann: Wir müssen klären, was die gesetzliche Rente in Zukunft leisten muss und was die private Vorsorge. Unterm Strich muss ein Gesamtversorgungsniveau stehen, das in Ordnung ist und die Sicherung des Lebensstandards garantiert. Die Riester-Rente ist gescheitert. Wir müssen künftig stärker auf die betriebliche Altersvorsorge setzen. Das Konzept der Deutschland-Rente, das gerade diskutiert wird, könnte ein Ausweg sein. Die Versicherungswirtschaft hat bisher kein vernünftiges Produkt auf den Markt gebracht, das einfach und günstig in seinen Verwaltungskosten ist. Bisher gab es vor allem Produkte, die teuer in der Verwaltung waren und schlecht in der Rendite.

Rasmus Buchsteiner Korrespondentenbüro Berlin
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