• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Sogar gute Freunde gingen nicht mehr zur Wahl“

08.10.2014
Ex-Oberbürgermeister Dietmar Schütz erklärt im Interview seine überraschende Niederlage in 2006. Jürgen Krogmann gibt er vor der Stichwahl einen Rat.
Frage: Herr Schütz, Christoph Baak, der OB-Kandidat der CDU, hofft vor der Stichwahl ähnlich wie vor acht Jahren auf einen Stimmungsumschwung. Ist die aktuelle Situation mit der im Jahr 2006 vergleichbar?
Schütz: Nur vom Wahlergebnis her ist es eine ähnliche Situation. Im Gegensatz zum vorigen Mal fehlen allerdings entscheidende emotionalisierende Kampagnen-Themen wie die ECE-Kampagne „Kein Koloss am Schloss“. Das Thema Bahnumgehung hat diese Wirkung nicht!
Frage: Im ersten Wahlgang hatten Sie 2006 mehr als 16 Prozentpunkte Vorsprung vor Gerd Schwandner. In der zweiten Runde hatte er dann im direkten Duell ganz knapp die Nase vorne. Wie sind solche Verschiebungen möglich?
Schütz: Es gab zwei wesentliche Gründe. Wegen des großen Vorsprunges gab es viele Wähler, die die Wahl schon für gelaufen hielten und nicht mehr zur Wahl gingen – sogar gute Freunde von mir. Alle Gegner – insbesondere des ECE-Vorhabens – gingen zur Wahl. Die geringe Wahlbeteiligung in der Stichwahl – fast 20 Prozent weniger – gaben dann für sie den Ausschlag.
Frage: Wie lange haben Sie damals gebraucht, um die überraschende Niederlage zu verwinden?
Schütz: Mich hat dieses Ergebnis anfangs schon sehr getroffen. Mir hat aber geholfen, bald schon eine wichtige Aufgabe beim Bundesverband Erneuerbarer Energien zu erhalten, deren Präsident ich wurde. Es war sehr reizvoll, in der damaligen sehr spannenden Energiedebatte, die Entwicklung der Erneuerbaren Energien voranzubringen. Pikanterie am Rande: Die Bundestagsfraktion der Grünen in Berlin, an deren Oldenburger Zweig ich mit gescheitert bin, hat mir den Grünen EEG-Award 2010 verliehen.
Frage: Ist es eine späte Genugtuung für Sie, dass jetzt SPD-Kandidat Jürgen Krogmann beste Aussichten hat, in Ihre Fußstapfen als OB zu treten?
Schütz: Über einen Wahlgewinn Jürgen Krogmanns würde ich mich sehr freuen. Er wird dieses Amt für das Wohl Oldenburgs und seiner Bürger gut nutzen und die wichtige Rolle Oldenburgs in der Region wiederherstellen. Von dem Gedanken einer Genugtuung bin ich aber nicht erfüllt!
Frage: Was raten Sie dem Wahlkämpfer Krogmann für die letzten Tage vor der Stichwahl?
Schütz: Wenn Jürgen Krogmann seine Wähler annähernd wieder bekommt, ist die Wahl entschieden. Er muss s e i n e Wahlklientel mobilisieren!
Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2114
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.