Nach 16-jähriger Amtszeit stellt sich Klaus Hanisch (73, Bild) auf dem Stadtsporttag, der an diesem Montag um 19.30 Uhr im PFL beginnt, als 1. Vorsitzender nicht wieder zur Wiederwahl. Im NWZ -Interview lässt er die Entwicklung Revue passieren.

Wenn Sie auf Ihre Amtszeit zurückblicken, was waren da für Sie die Höhepunkte?

HanischDas war sicherlich der 2003 vom Stadtsportbund mit der Stadt abgeschlossene Vertrag über die jährlichen Zuschüsse an die Sportvereine, der 2008 noch einmal erhöht wurde. Diesem Vertrag zufolge erhalten die Vereine aktuell immerhin rund 530 000 Euro pro Jahr. Ein weiteres Highlight ist für mich der 2009 vom Rat der Stadt Oldenburg verabschiedete und unter der Federführung von Dr. Jürgen Dieckert verabschiedete Sportentwicklungsplan. Ich nenne diesen Plan immer die „Bibel des Sports“ in Oldenburg. Auch die Herausgabe des Buches „Oldenburger Sportgeschichte“, das von Matthias Schachtschneider verfasst wurde, war zweifelsohne ein weiterer Höhepunkt.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Oldenburger Sports ?

HanischDurchweg positiv. Bis vor zwei Jahren verzeichnete der Stadtsportbund jeweils eine Mitglieder-Steigerung. Über 42 200 Mitglieder in 108 Sportvereinen heute können sich sehen lassen. Mit dieser Entwicklung stehen wir gegenüber anderen niedersächsischen Städten sehr gut da. Im Bereich des Sportstätten-Baus hätte ich mir sicherlich etwas mehr gewünscht. Doch das war aus finanziellen Gründen nicht umsetzbar.

Welchen Stellenwert hat der Sport Ihrer Meinung nach heute in Oldenburg?

HanischDer Stellenwert hat sich sehr erfreulich entwickelt und ist heute sehr hoch. Daran haben die herausragenden Leistungen im Leistungssport im Basketball und Handball erheblichen Anteil. Gleiches gilt aber auch für das vielfältige Breitensport-Angebot. Gut würde es dem Oldenburger Sport tun, wenn die Stadt auch im Fußball höherklassig vertreten wäre.