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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Stärker um regionale Auswirkungen kümmern

27.11.2012
Frage: Herr Schipper, blickt auch der Forscher gespannt auf den Klimagipfel in Doha?
Schipper: Auf jeden Fall. Ich hoffe, dass es jetzt nach sehr wechselhaften Ergebnissen in den letzten Jahren in Doha einen Erfolg gibt.
Frage: Was wäre ein Erfolg?
Schipper: Es ist schon ein Erfolg, dass das Klimathema auf der internationalen Agenda behandelt wird. In Doha wäre es wichtig, wenn das Kyoto-Protokoll mit verbindlichen Zielwerten für den Ausstoß von Treibhausgasen für die nächsten Jahrzehnte fortgeschrieben würde.
Frage: Wie dramatisch ist der Klimawandel schon?
Schipper: Das lässt sich schwer sagen. In jeden Fall so weit, dass es dringend erforderlich ist, den CO2-Ausstoß zu verringern und die Anpassung an diesen Wandel in die Wege zu leiten. Die Meeresspiegel steigen an, die Stürme nehmen zu und das Hochwasser bedroht die Küsten. Es ist möglich, dass es künftig noch schneller zu Überschwemmungen und Hochwasser kommt. Das Potenzial ist da. Und halten die Deiche nicht, könnte es zur Katastrophe kommen.
Frage: Wie weit sind sich Wissenschaftler einig über Verläufe des Klimawandels?
Schipper: Da ist man sich schon einig. Erstens: das Klima wandelt sich. Zweitens: die Klimamodelle für Wenn-Dann-Berechnungen sind sehr zuverlässig. Welche Szenarien eintreten, hängt natürlich von der Politik ab.
Frage: Wie bewerten Sie den politischen Streit?
Schipper: Als Mensch habe ich Verständnis dafür, dass es Interessengegensätze gibt. Wir in Europa haben die industrielle Revolution schon hinter uns und viel CO2 ausgestoßen. So kann ich die Argumentation von Schwellenländern schon gut verstehen. Andererseits befinden wir uns mitten im Klimawandel und da nützt es nichts, auf die Vergangenheit zu verweisen.
Frage: Droht ein Temperaturanstieg um 3,3 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts, wie das Potsdamer Institut sagt?
Schipper: Eine einzige Zahl zu nennen, ist immer schwierig. Es gibt natürlich das Ziel von nur zwei Grad zusätzlicher Erwärmung. Das wird ganz schwer, weil dafür unmittelbar nach Doha sofort Maßnahmen eingeleitet werden müssten. Deshalb halte ich das Zwei-Grad-Ziel für unrealistisch. Zudem geben solche Zahlen nur den globalen Mittelwert an. Das sagt nichts über regionale Auswirkungen. Wir sollten uns mehr um regionale Aspekte kümmern.
Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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