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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Studium lässt sich nicht komplett über einen Nebenjob finanzieren“

27.03.2014

Frage: Warum ist aus Ihrer Sicht eine BAföG-Erhöhung so wichtig?

Thurner: Weil wir die Zahl der Studierenden an unseren Hochschulen erhöhen wollen. Und weil es gerade die jungen Menschen aus sozial schwachen Elternhäusern sind, die häufig davor zurückschrecken, ein Studium aufzunehmen. Es gibt Statistiken, wonach von den Kindern aus akademischen Elternhäusern knapp 80 Prozent an die Hochschule gehen, während es von den Kindern aus sozial schwachen Elternhäusern nur etwa 25 Prozent sind. Und das liegt natürlich nicht daran, dass die alle dümmer sind, sondern daran, dass es hohe Hürden gibt. Eine davon ist die finanzielle Hürde. Da ist das BAföG ein wichtiges Instrument. Und es ist sowohl für die Hochschulen als auch für die Gesellschaft wichtig, dass man auch dort die Bildungsressourcen ausschöpft.

Frage: Nach Ihren Worten gibt es mehr Studenten, aber weniger BAfög-Empfänger – wie kann das sein?

Thurner: Wir haben ein bisschen weniger BAföG-Empfänger bei deutlich gestiegenen Studierenden-Zahlen. Das hat damit zu tun, dass die Lebenshaltungskosten steigen, dass aber die Elternfreibeträge beim BAföG nicht angehoben werden. Das bedeutet, dass bei jeder Gehaltserhöhung, die die Eltern bekommen, ihre Kinder geringer oder gar nicht mehr gefördert werden.

Frage: Nun könnten junge Menschen sich ihr Studium doch auch durch einen Nebenjob finanzieren, ohne auf BAföG angewiesen zu sein, welches sie später ohnehin anteilig zurückzahlen müssen.

Thurner: Knapp zwei Drittel der Studierenden verdienen sich etwas dazu. Ein Studium voll über einen Job zu finanzieren, das funktioniert in aller Regel nicht. Ein Studium ist schon ein Vollzeitjob an sich. Man braucht schon so seine 40 Stunden die Woche. Und da kann man nicht nebenher noch so viel dazuverdienen, dass man die ganzen Gebühren, Unterhalt, Lebensmittel, Miete und so weiter finanzieren kann. Und wenn man es doch versucht, dann wird das Studium leiden. Und dann kommt man wieder in Konflikt damit, dass überall gefordert wird, die Regelstudienzeit einzuhalten.

Ted Thurnerist Geschäftsführer des Studentenwerks Oldenburg, welches sich für die wirtschaftliche, soziale, gesundheitliche und kulturelle Förderung von Studierenden einsetzt. Der 48-Jährige fordert eine BAföG-Erhöhung.


  www.studentenwerk-oldenburg.de 
Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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