Was halten Sie von der Bezeichnung „Unkraut“ für Brennnesseln, Giersch und Co?

DeemterUnkraut bedeutet ja, dass man das nicht benutzen kann – und das stimmt nicht. Man nennt solche Pflanzen auch Gartenbegleitkräuter.

Was ist Ihr Lieblingsunkraut?

DeemterWenn ich ehrlich bin, die Brennnessel. Die wächst sehr ergiebig, der Geschmack ist top, und was die Inhaltsstoffe angeht, ist die Brennnessel unschlagbar.

Welche Inhaltsstoffe liefert denn die Brennnessel?

DeemterAch, das hört gar nicht auf! Aber zum Beispiel bei Eisenmangel ist Brennnesselspinat ein ganz tolles Zeug.

Können Sie ein Lieblingsgericht mit Brennnesseln nennen?

DeemterMan kann Brennnesseln beispielsweise roh essen. Dazu muss man die Blätter zunächst plattwalzen, damit sie nicht mehr brennen. Dann leicht andünsten – und fertig.

Ein ganz einfaches Rezept, das man auch Kindern mit „Gemüseallergie“ vorsetzen kann, sind herzhafte Muffins: Dazu rührt man einen Pfannkuchenteig an, fügt etwas Backpulver und kleingeschnippelte Brennnesseln hinzu. Dann gibt man noch ein bisschen herzhaften Käse dazu, zum Beispiel Bergkäse – und dann ab in den Ofen! Das kommt bei allen gut an.

Kann man dieses Rezept auch mit anderen „Unkräutern“ variieren?

DeemterJa, das geht natürlich nicht nur mit Brennnesseln, sondern mit der ganzen Liste essbarer Unkräuter, zum Beispiel mit Löwenzahn oder Malve. Außerdem kann man die Kräuter genausogut in Kartoffelbrei oder Waffelteig rühren. Auch die Blätter von Lindenbaum oder Stockrose sowie Beinwell sind sehr schmackhaft – allerdings nur, wenn man sie zunächst mechanisch etwas bearbeitet, zum Beispiel mit dem Nudelholz, oder kocht. Dann können sie wunderbar zu Spinat verarbeitet werden.