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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Trump ist ein großes Risiko eingegangen

01.03.2019
Frage: War der Gipfel dennoch ein Erfolg, weil er überhaupt stattgefunden hat?
Beyer: Es ist bedauerlich, dass es am Ende keine konkreten Ergebnisse gegeben hat. Es ist gut, dass beide Seiten miteinander reden. Das galt schon für das erste Treffen in Singapur. Die Erwartungen waren natürlich hoch. US-Präsident Trump stand vor dem Problem, dass er nicht zu große Zugeständnisse machen durfte. Wenn Kim Denuklearisierung verspricht und am Ende doch nicht liefert, wäre das für Trump ein Misserfolg, und er stünde als Verlierer da. Der US-Präsident wusste, dass es eine schwierige Mission war und er nicht nur mit lauwarmen Versprechungen nach Washington zurückkehren kann. Er ist ein Risiko eingegangen. Am Ende gab es nur wenig Substanz. Schon das erste Treffen in Singapur war ein Erfolg für Kim Jong Un. Auch diesmal kann er sich das vor allem auf die Fahnen schreiben. Ihm helfen diese Treffen, um mit der öffentlichen Anerkennung seine Machtposition zu festigen.
Frage: Sollte das Gipfeltreffen nicht auch Trump dazu dienen, von seinen innenpolitischen Affären abzulenken?
Beyer: Das mag sein. Es kommt ihm zumindest nicht ungelegen, dass er jetzt Kim Jong Un getroffen hat. Schließlich findet gerade auch die Befragung seines Ex-Anwaltes Cohen in Washington statt. Davon lenkt ein solcher Gipfel wie der in Hanoi ab. Das Timing spielt in der Politik immer eine wichtige Rolle.
Frage: Trump selbst hat kürzlich darauf hingewiesen, dass ihn Japans Regierungschef für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen habe. Liegt darin sein eigentliches Kalkül?
Beyer: Donald Trump will Erfolge erzielen. Auch wenn er seine Ziele nicht erreicht, versucht er immer noch, dies als seinen eigenen Erfolg zu verkaufen. Er ist schon auf Schulterklopfen aus, auch wenn er nur wenig bewegt. Da ist ein ständiger Schrei nach Anerkennung.
Frage: Ursprünglich hatte Trump den Abzug der US-Truppen aus Südkorea angeboten. Ist das nicht zu früh?
Beyer: Aus der ursprünglichen Ankündigung, die amerikanischen Truppen abzuziehen, ist nicht viel geworden. Das war offenbar nur ein Schnellschuss. Kaum vorstellbar, dass die Amerikaner die Südkoreaner ohne militärischen Schutz lassen. Es darf keinen Rückzug der Amerikaner von der südkoreanischen Halbinsel geben.
Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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