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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Über Organspenden umfassend und transparent aufklären

01.03.2014

Frage: Verunsichert durch Skandale und irreführende Berichte ist die Organspendebereitschaft in Niedersachsen eingebrochen. Die Zahl der Organspender in Niedersachsen lag 2013 nach Ihren Angaben bei 63, 2012 waren es immerhin noch 80. Die Zahl der gespendeten Organe ist zwischen 2012 und 2013 von 288 auf 235 gesunken. Wie bewerten Sie diese Situation?

Kaufmann: Die Organspendebereitschaft in ganz Deutschland und auch in der Region Nord ist deutlich zurückgegangen. Diese Entwicklung ist dramatisch für die rund 11 000 Patienten, die bundesweit dringend auf eine Transplantation warten. Deshalb ist es wichtig, in der Öffentlichkeit klar zu machen, dass die Organspende nicht an Wert verloren hat und nach wie vor Leben rettet. Dies setzt vor allem voraus, über das Prozedere einer Organspende transparent und umfassend aufzuklären. Denn nur so können unbegründete Vorbehalte nachhaltig abgebaut werden.

Frage: Wie kann dem Rückgang bei der Bereitschaft zur Organspende begegnet werden?

Kaufmann: Unser Anliegen ist es, durch Transparenz und Aufklärung, das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen und die Organspende gemeinsam mit unseren Partnern zum Wohle der Menschen auf der Warteliste zu fördern.

Frage: Wie kann die Bereitschaft zur Organspende ganz konkret verstärkt werden?

Kaufmann: Bei der Gemeinschaftsaufgabe Organspende sind die Krankenhäuser unsere wichtigsten Partner. Allen Kolleginnen und Kollegen stehen wir rund um die Uhr bei allen Fragen und bei der Koordinierung sämtlicher Abläufe einer Organspende zur Verfügung. Die flächendeckende Benennung und Ausbildung von Transplantationsbeauftragten wird die Zusammenarbeit weiter stärken und eine wichtige Herausforderung für uns sein.

Frage: Wie kann ein erster Schritt aussehen, wenn Bürger darüber nachdenken, Organspender werden zu wollen?

Kaufmann: Am Infotelefon Organspende unter der Nummer (08 00) 90 40 400 werden alle Fragen rund um die Organspende beantwortet.

Dr. med. Matthias Kaufmann (51)ist geschäftsführender Arzt für die Region Nord der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), die von Hamburg und Hannover aus für jede Klinik alle erforderlichen Dienstleistungen rasch zur Verfügung stellt.


Infos unter   www.dso.de 
Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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