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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Verbesserte Kontrollen bei Transplantation

07.06.2014
Frage: Nach dem Organspende-Aufruhr geht die Zahl der Spender in Deutschland stetig zurück. Wie sieht es im Klinikum Oldenburg aus?
Friggi: Wir haben zu dem Thema Organspende weiter viele interessierte Anfragen aus der Bevölkerung und auch von den vielen Mitarbeitern im Hause. Das in unserem Krankenhaus ausgelegte Informationsmaterial muss regelmäßig nachgefüllt werden.
Frage: Wie viele Entnahmen von Organen gab es in Oldenburg vergangenes Jahr?
Friggi: Wir sind stabil gewesen, in Oldenburg gab es drei Explantationen. Der Unterschied zu Transplantationen ist, dass wir im Klinikum Oldenburg Organe nur entnehmen und dann danach an andere Kliniken geben.
Frage: Können Sie beschreiben, was für ein Verfahren hinter der Spende steht?
Friggi: Am Anfang steht durch einen Transplantationsbeauftragten die Meldung an die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), die als gemeinnützige Stiftung für die Koordination der Organspende zuständig ist. In enger Zusammenarbeit mit der DSO werden die Angehörigen begleitet, die Untersuchungen und Durchführung der Organentnahme betreut. Dann werden die entnommenen Organe nach Vermittlung durch Eurotransplant mit Sitz in Leiden in den Niederlanden in andere Kliniken gebracht. Dort erhält der schwerkranke Patient das passende Organ. Damit ist der Verlauf zu Ende.
Frage: Gibt es Argumente, weshalb die Bürger wieder mehr vertrauen sollten?
Friggi: Durch das Fehlverhalten weniger Mediziner wurde seinerzeit der bis dahin gut funktionierenden und für viele Patienten überlebenswichtigen Therapiemöglichkeit Organspende bundesweit ein großer Schaden zugefügt. Die ohnehin strengen Kontrollen bei den Abläufen einer Organspende sind überarbeitet und verbessert worden. Das Vertrauen zwischen Patienten und Ärzten ist immer die Grundlage einer vernünftigen Behandlung.
Frage: Können Sie das Misstrauen der Deutschen verstehen?
Friggi: Es gibt in der Bevölkerung viele Gründe, kritisch gegenüber der Organspende zu sein. Hier kann mittels einer öffentlichen Aufklärung etwas bewegt werden.
In das Bewusstsein gerufen werden muss, dass es viele Menschen gibt, die auf einer Transplantationswarteliste sind.
Christoph Tapke-Jost
Redakteur
Termine/Meine Woche
Tel:
0441 9988 2017

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