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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Wir werden alles reinschmeißen“

18.05.2018
Frage: Gleich in Ihrem ersten Jahr als VfL-Chefcoach haben Sie sich für die Pokalendrunde qualifiziert. Wie fühlt sich das an?
Niels Bötel (32): Richtig gut! Vor der Saison hat keiner bei uns damit gerechnet. Der VfL hatte einen Umbruch eingeleitet, und jetzt stehen wir in der Endrunde. Das ist nicht nur für mich und meine Spielerinnen eine großartige Sache. Diese erneute Teilnahme am Final Four hat auch für die Stadt und den Club eine besondere Bedeutung. Und als ein starkes Aushängeschild der Stadt wollen wir uns auch in Stuttgart präsentieren.
Frage: Das hört sich gut an. Allerdings: Die letzten Resultate in der Bundesliga waren eher ernüchternd. Woraus ziehen Sie Ihre Zuversicht für die Pokalendrunde?
Bötel: Ich will jetzt nicht den Satz mit dem Pokal und seinem eigenen Gesetz bemühen. Fakt ist aber, dass für uns in der Liga mit Platz neun ein klein wenig die Luft raus war. Im Pokal ist das jetzt anders. Stuttgart ist für uns das absolute Saison-Highlight. Das ganze Team ist hochmotiviert, alle Konzentration ist auf diese beiden Spiele ausgerichtet. Ich bin überzeugt, da wird am Samstag und Sonntag eine ganz andere VfL-Mannschaft auf der Platte stehen als zuletzt in der Liga.
Frage: Mit der HSG Bad Wildungen haben Sie und Ihr Team das vermeintlich leichteste Halbfinal-Los gezogen. Glück gehabt?
Bötel: Das wird sich erst noch zeigen. Aber es ist schon richtig, denn ich glaube, auch Bad Wildungen hat sich über das Los Oldenburg gefreut. Zählen doch die anderen beiden Mannschaften aus Bietigheim und Metzingen zu den Großen der Liga. Diese Teams haben halt ganz andere personelle Möglichkeiten. Für uns – wie wohl auch für Bad Wildungen – ist es natürlich die angenehmere Aufgabe, in den beiden Endrundenpartien nur einmal auf einen Großen treffen zu müssen. Das macht auch den besonderen Reiz unseres Halbfinales aus.
Frage: In der Liga haben Sie gerade erst ein 21:21-Unentschieden in Bad Wildungen geholt. Lassen sich aus dieser Partie Rückschlüsse für das Final-Four-Halbfinale ziehen?
Bötel: Nun ja, beim letzten Aufeinandertreffen haben beide nicht die Hosen herunter gelassen. Aber man kennt sich natürlich. Auch wenn wir in der Liga den direkten Vergleich (Anm. d. Red.: das Hinspiel hatte der VfL mit 33:25 für sich entschieden) gegen Bad Wildungen gewonnen haben, ist ein Pokal-Halbfinale noch einmal eine ganz andere Nummer. Der Sieger steht im Endspiel. Für dieses eine Spiel werden beide Mannschaften alles reinschmeißen. Jetzt geht es nicht um Taktik, sondern einzig um den Sieg.
Frage: Auf der Zielgeraden Richtung Stuttgart mussten Sie und Ihr Team zuletzt einige Rückschläge hinnehmen. Der ohnehin kleine Kader wurde nochmals reduziert. Lassen sich diese Ausfälle noch kompensieren?
Bötel: Das Thema Verletzungen zieht sich leider schon durch die ganze Saison – vom ersten Spiel an. Da hatte sich bekanntlich Isabelle Jongenelen in Blomberg nach nur wenigen Minuten einen Kreuzbandriss zugezogen. Andere Verletzungen folgten, so dass wir immer wieder die eine oder andere Stammkraft ersetzen mussten. In Stuttgart werden uns zudem definitiv Jane Martens und Madita Kohorst fehlen. Wir hätten sicher Grund zum Klagen, aber das haben wir die gesamte Spielzeit über schon nicht gemacht. Dank taktischer Umstellungen und mit dem behutsamen Einbau talentierter Nachwuchskräfte sollte es uns gelingen, eine starke Mannschaft aufzubieten. Wir werden für das Final Four noch einmal alle Kräfte bündeln.
Otto-Ulrich Bals
Redaktionsleitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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