• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Viele unbesetzte Nischen für Service im Handel

01.08.2014
Frage: Herr Professor Heinemann, der stationäre Einzelhandel sucht nach Instrumenten, um sich im Konkurrenzkampf gegen die Online-Riesen zu stärken. Was halten Sie von Kooperationen?
Heinemann: Alles, was der klassische Einzelhandel tut, um besser zu sein als die starke Konkurrenz im Internet, kann helfen. Dazu zählt grundsätzlich auch, sich mit weiteren Dienstleistern zusammenzutun, die etwas zur Gesamtleistung beitragen, das man selbst nicht liefern kann.
Frage: Wie etwa...
Heinemann: ...die Anlieferung bis zur Haustür, den Aufbau beim Kunden vor Ort, die Anleitung oder auch Wartung und Reparatur. Da gibt es noch viele unbesetzte Nischen. Das Anbieten solcher Leistungen könnte ein großer Trend werden. Auch die Beratung beim Kunden zu Hause.
Frage: Was lässt sich damit erreichen?
Heinemann: Bei reinem Produktkauf und dem üblichen Preisvergleich für die Ware an sich haben Internetshops oft Vorteile. Man unterscheidet sich auch zu wenig. Das kann man als stationärer Einzelhändler mit zusätzlichen Dienstleistungen ändern. Viele Konsumenten sind ja prinzipiell auch bereit, etwas für zusätzliche Serviceleistungen rund um ein Produkt – wie etwa die Installation – auszugeben. Übrigens auch für die Möglichkeit, ihren stationären Kauf im Internet vorbereiten zu können, wie etwa mit Verfügbarkeitsabfragen oder Reservierungen.
Frage: Was ist für die Einzelhändler, die sich damit näher befassen wollen, zu beachten?
Heinemann: Wenn irgendwie möglich, sollte man alles aus einer Hand anbieten und es auch möglichst ohne externe Partner selbst versuchen. Denn schließlich sollte es sich aus Kundensicht um eine Kernkompetenz handeln. Sonst tauchen eher mal Probleme auf: Zu viele Köche verderben den Brei. Besser, man behält selbst den Überblick.
Frage: Was halten Sie konkret von mehr Reparaturservice? Das sähe doch auch vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit gut aus, oder?
Heinemann: Ja. Viele Einzelhändler haben in früheren Jahrzehnten nach und nach einige Zusatzleistungen eingespart. Nun fragt man sich aber: Was ist Zeitalter des Internetbooms die Rolle des stationären Fachhandels? Dann wird schnell deutlich, dass er über den Service besser überleben kann als nur mit dem reinen Produktverkauf. Allerdings sollte der Service exzellent sein und 100 Prozent am Kunden ausgerichtet, sonst sollte man es besser sein lassen.
Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

Weitere Nachrichten:

Hochschule Niederrhein

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.