Albert Storcks (Bild) ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit dem Schwerpunkt Neuropädiatrie.

Wie ist der Zusammenhang von Psyche und Übergewicht?

StorcksMenschliches Verhalten wird durch Gedanken und Gefühle beeinflusst. Das Essverhalten und körperliche Aktivität haben deshalb natürlich auch einen Zusammenhang mit der Psyche. Bei Kindern mit einer psychischen Erkrankung kann Übergewicht sowohl als Ursache wie auch als Folge der emotionalen Störung eine Rolle spielen. Die Folge können Selbstzweifel, Traurigkeit und Rückzug sein. Süßigkeiten vermitteln ein kurzes Glücksgefühl - allerdings mit den bekannten unerwünschten Wirkungen.

Was kann helfen?

StorcksKinder lernen von ihren Eltern, wie man sich bewegt, spricht, sich sozial verhält und auch, was man isst. Deshalb sind gute erwachsene Vorbilder die beste Grundlage, der Entwicklung von Übergewicht vorzubeugen. Falls es ein Ungleichgewicht zwischen Bewegung und dem Nahrungsbedarf gibt, sollten Möglichkeiten für mehr körperliche Aktivität gesucht werden. Das kann man einerseits mit einer Änderung des Alltagsverhaltens wie etwa einer Reduzierung der Bildschirmzeit und auch mit gezielter sportlicher Aktivität erreichen.

Wie wichtig ist Unterstützung?

StorcksAbnehmen ist allein schwer. In einer Gruppe von Gleichgesinnten kann die Motivation erheblich gesteigert werden. Speziell auf Kinder und Jugendliche zugeschnittene Abnehm-Programme wie die KIDS-Schulung können da eine Hilfestellung bieten.