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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Warum der Marathon eine Pause einlegt

01.02.2017
Interview mit Dr. Ralf Heinzel, Vorsitzender des Oldenburg Marathon Vereins (OMV). Der Verzicht auf die Marathon-Distanz soll helfen, die Gesamtveranstaltung zu konsolidieren.

Frage: Wie ist der Oldenburg Marathon entstanden?
Ralf Heinzel: Vor ziemlich genau neun Jahren entstand die Idee zu einem regelmäßig stattfindenden Marathon in Oldenburg. Die Strecke sollte als Stadtmarathon durch das Stadtgebiet und insbesondere auch durch die Innenstadt führen. Nach und nach entwickelte sich die Veranstaltung zu dem, was im Oktober letzten Jahres erneut zu bestaunen war. Nicht zuletzt in Bezug auf die Gesamtteilnehmerzahl war es ein vorläufiger Höhepunkt. Besonders wichtig war die Gründung des Oldenburger Marathonvereins mit der Idee, als Veranstalter möglichst offen für alle Interessierten und vereinsübergreifend zu sein. Ein weiterer wesentlicher Schritt war die erfolgreiche Fusion mit dem bisherigen Citylauf.
Frage: Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Organisation des Oldenburg Marathons?
Heinzel: Bei der Entwicklung gab es einiges, was durch die Organisatoren geplant und gestaltet wurde. Anderes ergab sich erst aus der Dynamik des weiteren Verlaufs und war somit selbst für uns als Veranstalter nicht vorhersehbar. Dazu gehört, dass es möglich war, große Teilnehmerfelder über 10 Kilometer, Halbmarathon und Marathonstaffel zu erreichen, obwohl diese Strecken zumindest teilweise in Konkurrenz zu einander stehen. Neben dieser positiven Entwicklung gab es auch eher ernüchternde Erfahrungen. So ist es uns zwar gelungen, ein stabiles Teilnehmerfeld von durchschnittlich etwa 250 Startern für die Marathondistanz zu etablieren. Das ist in Relation zu vergleichbaren Marathonläufen gar nicht so schlecht, entspricht aber nicht unserem ursprünglichen Ziel, ein mindestens doppelt so großes Teilnehmerfeld zu erreichen.
Frage: Was sind die Gründe, 2017 die Marathonstrecke nicht anzubieten?
Heinzel: Wir als Veranstalter haben all das Ende vergangenen Jahres genau analysiert. Angesichts knapper Ressourcen sehen wir nun den Zeitpunkt gekommen, den Ablauf der Veranstaltung auf den Prüfstand zu stellen und den heutigen Gegebenheiten anzupassen. Wir müssen in finanzieller und personeller Hinsicht sparen und uns dabei zunächst auf die Strecken konzentrieren, die den größten Zuspruch finden. So haben wir zunächst in diesem Jahr keine volle Marathondistanz im Angebot, betroffen sind dadurch gerade mal fünf Prozent aller bisherigen Teilnehmer. Der Gesamtveranstaltung wird das keinen Abbruch tun und wird helfen, sie zu konsolidieren.
Frage: Wie geht es weiter?
Heinzel: Wir verabschieden uns nicht insgesamt von der Königsdisziplin. Vielmehr machen wir uns Gedanken über eine weniger aufwendige Durchführung und größere zeitliche Abstände, beispielsweise alle zwei Jahre. Unter Umständen profitiert davon auch der Marathon, weil es gelingen könnte, wegen der größeren Abstände mehr Läufer zu gewinnen. Aber auch für die anderen Strecken haben wir uns ein ganzes Maßnahmenpaket bezüglich Streckenführung und Ablauf einfallen lassen.
Frage: Was bedeutet das konkret?
Heinzel: Da wir noch in der Planungsphase sind, möchte ich noch keine Details nennen. Ich darf aber verraten, dass es nicht um nüchterne Rationalisierung geht, sondern dass es uns gelingen wird, gleichzeitig durch die Neuerungen die Attraktivität der einzelnen Läufe zu steigern. Sicherlich stehen wir in gewisser Weise an einem Wendepunkt, allerdings in einem positiven Sinne. Angesichts des in den letzten neun Jahren Erreichten blicke ich voller Zuversicht in die Zukunft für den Oldenburg Marathon im neuen Gewand.
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