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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Rank und schlank ist voll im Trend

13.12.2018
Frage: Herr Witte, wie groß war der größte, wie klein der kleinste Baum, den Sie im Lauf der Jahre verkauft haben?
Witte: Der größte war 15 Meter hoch und ist bei einem Autohaus gelandet. Die kleinsten sind so etwa 1,20 Meter. Die werden meistens von älteren Leuten gekauft, die den Baum auf den Tisch stellen wollen. Im Schnitt sind die Bäume 1,80 bis 2,20 Meter hoch, das dürfte auf 70 bis 80 Prozent zutreffen.
Frage: Gibt es einen Trend?

Tipps zum Weihnachtsbaum gibt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Bonn.

Lagern: Der Baum sollte bis zum Fest an einem schattigen Fleck im Freien oder in einem Raum mit höchstens zehn Grad gelagert werden. Er steht in einem Eimer mit Wasser. Das Netz sollte am besten noch dran sein. Aufstellen: Am Tag vor dem Schmücken wird der Baum erst angesägt – die frische Schnittstelle kann besser Wasser aufnehmen. Der Baum kommt in den Ständer. Das Netz wird von unten nach oben aufgeschnitten und entfernt. Gießen: Ein Baum mit Zimmerhöhe braucht zwei Liter Wasser am Tag. Empfohlen wird, den Baum immer mal wieder mit Wassernebel zu besprühen.

Witte: Ja, der geht in Richtung schmaler, nicht so ausladender Bäume, bei denen nicht groß das Wohnzimmer umgeräumt werden muss.
Frage: Und die Preise?
Witte: Dies sind unverändert, bei uns seit mehreren Jahren.
Frage: Nordmanntanne, Blaufichte, Rotfichte – wo liegen die Unterschiede?
Witte: Die Nordmanntanne zeichnet sich aus durch gute Färbung, weiche Nadeln, lange Haltbarkeit und in der Regel einen gleichmäßigen Wuchs. Das ist der Baum, der geschätzt von fast 99 Prozent genommen wird. Die Blaufichte wird auch angeboten, sie ist sehr, sehr stachelig. Sie ist nicht so gleichmäßig gewachsen wie die Nordmanntanne, aber bei richtigem Material sehr voll. Die Blaufichte ist gegenüber der Nordmanntanne viel geruchsintensiver und hat einen angenehmen Geruch, den sie auch ein paar Tage beibehält.
Frage: Bleibt die Rotfichte ...
Witte: Die gibt es heute quasi gar nicht mehr. Sie war früher gefragt. Die Rotfichte wurde nachgepflanzt nach dem Sturm am 13. November 1972, weil sie sehr schnell wachsend und damit ertragreich ist. Durch diese nachgepflanzten Bäume sind wir Anfang der 80er-Jahre zum Verkauf von Weihnachtsbäumen gekommen.
Frage: ... aber dann bei der Nordmanntanne gelandet?
Witte: Genau. Die Rotfichte hatte vielleicht 15 Jahre, danach sind wir zu Nordmanntanne-Kulturen übergegangen, dazu ein bisschen Blaufichte. Wir hatten auch mal Colorado-Tanne oder Korea-Tanne versucht, aber die haben sich nicht durchgesetzt.
Frage: Wie wird gepflanzt, wann geerntet?
Witte: Wir pflanzen die Bäume in einigen Schonungen drei- bis vierjährig, auf jeweils etwa 1,20 mal 1,20 Meter Ackerfläche. Ab acht Lebensjahren gehen die Pflanzen in die erste Ernte. Die Erntephase dauert etwa drei bis vier Jahre. Danach wird der Acker mit der Forstfräse gerodet, um auch die Wurzeln zu zerschlagen. Anschließend muss der Acker regenerieren. Dazu pflanzen wir zwei Jahre Rotklee oder Weißklee, der bringt Stickstoff aus der Luft in den Boden.
Frage: Was für einen Baum werden Sie für sich selbst aussuchen?
Witte: Ich persönlich bevorzuge einen eher ausladenden Baum, der sich von der besten Seite zeigt.
 Der Hof Witte, Wohlde 5 (an der L 338 zwischen Harpstedt und Wildeshausen), veranstaltet am Sonnabend/Sonntag, 15./16. Dezember, jeweils 10 bis 18 Uhr, einen Weihnachtsmarkt mit Baumverkauf. Sonntag ist Familientag mit Aktionen für Kinder.
Karsten Kolloge
Harpstedt
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2706

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